Der Bergbaukonzern Barrick Mining hat seine Gesundheitsmaßnahmen rund um die Goldmine Kibali im Osten der Demokratischen Republik Kongo verstärkt, nachdem es in einer benachbarten Provinz zu einem neuen Ebola-Ausbruch gekommen war, der bereits mindestens 131 Todesopfer gefordert hat.
Laut einer Unternehmenssprecherin wurden für die Mitarbeiter des Bergwerks in der Provinz Haut-Uele verstärkte Gesundheitskontrollen eingeführt. Bislang wurden unter den Arbeitern vor Ort keine Fälle festgestellt, das Unternehmen hat jedoch nach eigenen Angaben mehrere Präventivmaßnahmen ergriffen, um dem Risiko einer Virusverbreitung entgegenzuwirken.
Der Ausbruch wurde Anfang Mai in der benachbarten Provinz Ituri festgestellt, obwohl die Behörden davon ausgehen, dass die ersten Fälle bereits Ende April auftraten. Kongolesische Gesundheitsbehörden befürchten, dass die tatsächliche Zahl der Todesopfer höher sein könnte als die bisher offiziell bestätigten 131 Todesfälle.
Barrick hat Maßnahmen ergriffen, darunter tägliche Temperaturkontrollen, die Nachverfolgung von Mitarbeiterbewegungen und Aufklärungskampagnen zu den Symptomen und Übertragungswegen des Virus. Das Unternehmen überwacht außerdem die Bewegungen von Mitarbeitern, die aus betroffenen Gebieten kommen.
Experten im Bereich der öffentlichen Gesundheit sind besonders besorgt über die hohe Mobilität im Osten des Kongo, wo der ständige Verkehr zwischen Bergbaugebieten, Handelszentren und Grenzen die Eindämmungsbemühungen erheblich erschwert. Mehrere Mitarbeiter der Kibali-Mine stammen vermutlich aus der von dem Ausbruch betroffenen Provinz.
Das Ebola-Virus, extrem gefährlich und durch Körperflüssigkeiten übertragbar, verursacht in der Demokratischen Republik Kongo regelmäßig tödliche Ausbrüche. Frühere Epidemien hatten bereits die lokale Wirtschaft und den Bergbau in einigen Regionen des Landes schwer beeinträchtigt.
In diesem Kontext versuchen die Gesundheitsbehörden und Unternehmen im Osten des Kongo, eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus zu verhindern, während die Region weiterhin mit erheblichen logistischen und sicherheitspolitischen Herausforderungen konfrontiert ist.
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