Zwei seit mehreren Tagen vermisste Singapurer wurden am Sonntag nach dem Ausbruch des Vulkans Dukono auf der indonesischen Insel Halmahera tot aufgefunden, wie die örtlichen Rettungskräfte mitteilten.
Laut Iwan Ramdani, dem Leiter der örtlichen Rettungsbehörde, wurden die Leichen in der Nähe des Vulkankraters gefunden. Die Evakuierungsaktion dauerte am Sonntag noch an. Anhaltende Eruptionen und widrige Wetterbedingungen in der Region erschweren die Rettungsarbeiten jedoch erheblich.
„Die Bergung der Leichen wird nach wie vor durch die andauernden Eruptionen und das schlechte Wetter behindert“, sagte der Beamte gegenüber Reuters und fügte hinzu, dass auch starke Regenfälle die Operationen vor Ort erschwerten.
Rund 150 Rettungskräfte, unterstützt von zwei Wärmebilddrohnen, wurden zur Suche eingesetzt. Die Teams konzentrierten sich auf ein Gebiet 100 bis 150 Meter vom Kraterrand entfernt, wo die Opfer zuletzt gesehen worden waren.
Der Vulkan Dukono in der Provinz Nord-Maluku an der Pazifikküste brach am Freitag aus. Er stieß eine gewaltige Aschewolke bis zu 10 Kilometer hoch in die Luft aus und löste damit eine großflächige Alarmbereitschaft in der Region aus. Laut Behördenangaben hält die vulkanische Aktivität an, wenn auch mit geringerer Intensität.
Die Rettungskräfte berichteten, dass das Gebiet um den Krater weiterhin von dicker Vulkanasche bedeckt sei, was das Vorankommen extrem gefährlich mache. Die Fundstelle der Opfer liegt etwa 1,25 Kilometer von ihrem letzten Aufenthaltsort entfernt.
Indonesien liegt am pazifischen Feuerring, einer Region, die von intensiver seismischer und vulkanischer Aktivität geprägt ist. Das Land hat über 120 aktive Vulkane und erlebt regelmäßig tödliche Ausbrüche.
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