Nordkoreanische „Scheinarbeiter“ nutzen KI, um europäische Unternehmen zu infiltrieren.
Nordkoreanische „Scheinarbeiter“ nutzen KI, um europäische Unternehmen zu infiltrieren.

Laut mehreren Warnungen von Cybersicherheitsexperten infiltrieren Personen mit Verbindungen zu Nordkorea Unternehmen in Europa, indem sie sich als Fernarbeiter ausgeben und künstliche Intelligenz sowie automatisierte Tools zur Ausführung ihrer Aufgaben nutzen.

Diese Scheinarbeiter verschaffen sich über Online-Recruiting-Prozesse Stellen in Technologie- oder Dienstleistungsunternehmen. Nach ihrer Einstellung nutzen sie Berichten zufolge KI-Systeme, Chatbots und automatisierte Skripte, um ihnen zugewiesene Aufgaben zu erledigen, und üben mitunter gleichzeitig mehrere Jobs in verschiedenen Unternehmen aus.

Diese Methode würde es ermöglichen, im Ausland Einnahmen zu generieren und gleichzeitig internationale Sanktionen gegen Pjöngjang zu umgehen. In einigen Fällen befürchten Cybersicherheitsforscher zudem, dass solche Infiltrationen Betrug oder Wirtschaftsspionage begünstigen könnten.

Experten weisen darauf hin, dass diese Operationen ein erhebliches Risiko für Unternehmen darstellen können, insbesondere im Hinblick auf Datenlecks, den Zugriff auf interne Systeme oder die Gefährdung digitaler Infrastrukturen.

Angesichts dieser Bedrohung werden europäische Unternehmen dringend aufgefordert, ihre Überprüfungsverfahren bei der Rekrutierung aus der Ferne zu verstärken und den Zugriff auf IT-Systeme genau zu überwachen, da der Anstieg von Telearbeit und künstlichen Intelligenztechnologien diese Infiltrationen schwieriger zu erkennen macht.