UN-Menschenrechtsexperten haben von Starbucks und der US-Regierung Aufklärung über die Vorwürfe der Verletzung von Gewerkschaftsrechten im Unternehmen gefordert, wie aus einem diese Woche veröffentlichten Schreiben hervorgeht.
Das Dokument vom 10. März bezieht sich auf Berichte über „anhaltende und weit verbreitete Bedrohungen, Belästigungen und Einschüchterungen“ von Starbucks-Mitarbeitern, die seit 2021 an Gewerkschaftsaktivitäten beteiligt sind. Experten zufolge ereigneten sich einige Vorfälle in mehreren US-Bundesstaaten, bei denen die Polizei gegen Mitarbeiter gerufen wurde, die an Streikposten, Flugblattverteilungen oder anderen Protestaktionen teilnahmen.
Nach Ansicht dieser UN-Experten könnten die behaupteten Fakten Verstöße gegen die durch das Völkerrecht geschützten Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit darstellen.
Der Arbeitskonflikt zwischen Starbucks und seinen gewerkschaftlich organisierten Baristas dauert bereits mehrere Jahre an. Die Verhandlungen waren Anfang 2025 gescheitert, wurden aber kürzlich wieder aufgenommen. Das Unternehmen gibt an, dass etwa 4 % seiner US-Filialen gewerkschaftlich organisiert sind.
In einer Stellungnahme gegenüber Reuters erklärte Starbucks, man führe „aktive und konstruktive“ Gespräche mit der Gewerkschaft. Das Unternehmen hob den vorgeschlagenen Tarifvertrag und die Sozialleistungen für Mitarbeiter hervor, darunter Krankenversicherung und Zugang zu Hochschulprogrammen für einige Angestellte.
Der Fall ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem mehrere Aktionärsberatungsfirmen kürzlich vor Risiken im Zusammenhang mit sozialen Spannungen innerhalb des Konzerns gewarnt haben, obwohl die Mehrheit der Aktionäre das Management vorerst weiterhin unterstützt.
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