Nordkorea hat Südkorea als „Feindstaat“ bezeichnet und damit die jüngst in Seoul nach einem diplomatischen Austausch im Zusammenhang mit einem Drohnenangriff geäußerten Hoffnungen auf eine Annäherung zunichtegemacht.
In einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung bekräftigte der hochrangige nordkoreanische Funktionär Jang Kum Chol, Südkoreas „wahre Absichten“ würden sich niemals ändern. Er verurteilte die seiner Ansicht nach „traumhafte Interpretation“ der südkoreanischen Behörden, die auf eine Verbesserung der Beziehungen gehofft hatten.
Diese Äußerungen erfolgten, nachdem der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung sein Bedauern über einen Drohnenvorfall zum Ausdruck gebracht hatte. Pjöngjang schien die Entschuldigung kurzzeitig anzunehmen, was Hoffnungen auf eine Deeskalation weckte.
Laut Jang Kum Chol sollten die jüngsten Äußerungen von Kim Yo Jong, der Schwester von Machthaber Kim Jong Un, jedoch eher als Warnung denn als Geste der Versöhnung interpretiert werden.
Indem Nordkorea Südkorea weiterhin als „feindseligsten Staat“ bezeichnet, verschließt es sich derzeit jeglicher bedeutenden Entspannung. Diese Haltung unterstreicht die anhaltenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel trotz vereinzelter Dialogversuche.
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