Die Spannungen zwischen der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und dem US-Präsidenten haben sich öffentlich verschärft. Donald TrumpAm Samstag reagierte der italienische Ministerpräsident scharf auf neue Angriffe des amerikanischen Präsidenten und forderte ihn auf, sich auf seine eigene Popularität zu konzentrieren, anstatt auf ihre.
Die Kontroverse rührt von Äußerungen Donald Trumps zum jüngsten G7-Gipfel in Frankreich her. Der amerikanische Präsident erklärte, Giorgia Meloni hatte versucht, sich an seiner Seite fotografieren zu lassen, um sein Image in der italienischen Öffentlichkeit zu verbessern und seine Beziehungen zu Washington zu stärken.
Am Freitag hatte die italienische Ministerpräsidentin diese Anschuldigungen bereits zurückgewiesen und Trump als Lügner bezeichnet, nachdem dieser behauptet hatte, sie habe ihn „angefleht“, mit ihr auf dem Gipfeltreffen zu posieren. Doch der Streit legte sich nicht, sondern ging am Samstag weiter, als der amerikanische Präsident seine Äußerungen auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social wiederholte und dabei sogar den Vornamen der italienischen Regierungschefin falsch aussprach.
Giorgia Meloni reagierte auf Instagram mit einer englischsprachigen Nachricht. Sie verurteilte die „ständigen und grundlosen Angriffe“, die sie als „sinnlos“ bezeichnete. Direkt an Donald Trump gewandt, fügte sie hinzu: „Meine Popularität geht Sie nichts an. Konzentrieren Sie sich lieber auf Ihre eigene.“
Laut Reuters könnte diese Verschlechterung der persönlichen Beziehungen zwischen den beiden Staatschefs mit tieferliegenden strategischen Differenzen zusammenhängen. Donald Trump soll verärgert darüber gewesen sein, dass Italien die Nutzung US-amerikanischer Militärbasen auf seinem Territorium für mögliche Operationen im Zusammenhang mit dem Konflikt mit dem Iran verweigerte.
Trotz dieser Kontroverse genießt Giorgia Meloni innenpolitisch weiterhin eine relativ starke Position. Ihre seit 2022 regierende Regierung konnte in den letzten Monaten an Popularität gewinnen. Ihre Partei, Fratelli d’Italia, liegt laut jüngsten Umfragen weiterhin in Führung.
Dieser öffentliche Streit zwischen zwei üblicherweise als eng verbunden geltenden Führungspersönlichkeiten verdeutlicht die Spannungen, die selbst zwischen Verbündeten innerhalb der NATO entstehen können. Er findet zudem in einem internationalen Kontext statt, der von zahlreichen Meinungsverschiedenheiten in Sicherheits- und außenpolitischen Fragen geprägt ist.
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