Carney warnt: Kanadas Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten ist zu einer „Schwäche“ geworden.
Carney warnt: Kanadas Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten ist zu einer „Schwäche“ geworden.

Der kanadische Premierminister Mark Carney erklärte, dass die historisch engen Beziehungen zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten, die lange als Vorteil galten, im aktuellen Kontext wirtschaftlicher Spannungen und Störungen nun zu einer „Schwäche“ geworden seien.

In einer Videobotschaft an die Nation erklärte Carney, Kanada könne sich nicht länger auf die Stabilität seines amerikanischen Nachbarn verlassen. Er betonte, sein Land könne seine Zukunft nicht auf die Hoffnung gründen, dass die von den Vereinigten Staaten ausgehenden Unruhen von selbst aufhören würden.

Um seinen Standpunkt zu verdeutlichen, bezog sich das Staatsoberhaupt auf historische Persönlichkeiten des Krieges von 1812, insbesondere auf General Isaac Brock, der gegen die amerikanische Invasion kämpfte. Er erwähnte auch den indianischen Häuptling Tecumseh, ein Symbol des Widerstands gegen die Expansion der Vereinigten Staaten.

„Die aktuelle Situation erscheint beispiellos, aber wir haben bereits Bedrohungen dieser Art erlebt“, sagte er und rief zu einem Bewusstsein für die Herausforderungen der Gegenwart auf.

Diese Aussagen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Kanada mit den Folgen eines vom amerikanischen Präsidenten initiierten Handelskriegs konfrontiert ist. Donald TrumpCarney ist überzeugt, dass ihm sein jüngster Wahlsieg und seine parlamentarische Mehrheit die Mittel geben werden, diese Krise besser zu bewältigen.

In diesem Zusammenhang scheint der Premierminister eine Diversifizierung der Partnerschaften und eine Verringerung der wirtschaftlichen Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten anstreben zu wollen, um Kanadas Widerstandsfähigkeit gegenüber internationalen Unsicherheiten zu stärken.

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