Die burkinische Regierung erklärte die UN-Regionalkoordinatorin Carol Flore-Smereczniak am Montag zur unerwünschten Person, nachdem ein UN-Bericht veröffentlicht worden war, in dem schwere Menschenrechtsverletzungen an Kindern im Land angeprangert wurden.
Laut einer offiziellen Erklärung waren die Behörden nicht an der Erstellung dieses Berichts mit dem Titel beteiligt. „Kinder und bewaffnete Konflikte in Burkina Faso“, noch wurde man vor der Veröffentlichung über die Ergebnisse informiert. Die Regierung kritisierte die UN für ihre „haltlosen Behauptungen“ und die Präsentation von Informationen, die sie als „falsch“ bezeichnete, ohne dass diese durch örtliche Ermittlungen oder Gerichtsentscheidungen gestützt würden.
Der kürzlich von den Vereinten Nationen veröffentlichte Bericht dokumentiert die Auswirkungen des bewaffneten Konflikts auf Minderjährige in einem Land, in dem die dschihadistische und interkommunale Gewalt in den letzten Jahren zugenommen hat. Die burkinische Regierung weist diese Vorwürfe zurück und wirft der Organisation vor, ihre Souveränität zu untergraben und sich einzumischen.
In New York drückte UN-Sprecher Stéphane Dujarric das Bedauern der Organisation über die Ausweisung aus und erinnerte daran, dass UN-Mitarbeiter „Privilegien und Immunitäten“ genießen, die ihnen das Recht garantieren, im Land zu bleiben und ihre Aufgaben zu erfüllen. Er vermied es jedoch, auf die inhaltliche Kontroverse über die Vorwürfe aus Ouagadougou einzugehen.
Diese Entscheidung markiert eine neue Phase der Spannungen zwischen Burkina Faso und den Vereinten Nationen. Das westafrikanische Land, das seit 2022 von einer Militärjunta regiert wird, zeigt zunehmend Misstrauen gegenüber internationalen Institutionen und westlichen Partnern. Sie birgt zudem die Gefahr, die humanitäre Präsenz und Aktivitäten in einem Land, das schwer von Unsicherheit und humanitären Krisen betroffen ist, weiter zu erschweren.