Brüssel erhöht den Druck auf Albanien hinsichtlich des mit Kushner in Verbindung stehenden Hotelprojekts.
Brüssel erhöht den Druck auf Albanien hinsichtlich des mit Kushner in Verbindung stehenden Hotelprojekts.

Die Europäische Kommission hat Albanien aufgefordert, die Umweltgesetzgebung der Europäischen Union vollständig einzuhalten, wenn es seinen Beitrittsprozess zum europäischen Block fortsetzen möchte. Hintergrund sind Kontroversen um ein riesiges Luxushotelkomplexprojekt, das von Jared Kushner unterstützt wird.

Diese Warnung erfolgt im Anschluss an Äußerungen des albanischen Premierministers Edi Rama, der bekräftigte, dass das Projekt trotz wachsender Kritik an seinen potenziellen Auswirkungen auf ein ökologisch sensibles Küstengebiet der Adria fortgesetzt werde.

In Albanien haben sich in den letzten Tagen Tausende Demonstranten mobilisiert, um gegen die Umweltrisiken des Projekts zu protestieren. Die Gegner befürchten, dass der Komplex geschützte Feuchtgebiete gefährden könnte, die Lebensraum für Flamingos, Meeresschildkröten und andere Wildtiere bieten. Die Protestbewegung trägt den Namen „Flamingo-Revolution“, der zum Symbol des Kampfes um den Erhalt des Geländes geworden ist.

Albanien, ein Beitrittskandidat der EU, strebt einen Beitritt zum europäischen Staatenbund bis 2030 an. Brüssel weist jedoch darauf hin, dass diese Aussicht von der Einhaltung europäischer Standards abhängt, insbesondere in den Bereichen Umwelt, Rechtsstaatlichkeit und Regierungsführung.

Laut Europäischer Kommission müssen die albanischen Behörden jegliche Maßnahmen vermeiden, die die künftige Anwendung europäischer Vorschriften gefährden könnten. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung des Projekts ist derzeit im Gange.

Rama seinerseits verteidigt den Touristenkomplex, den er als Projekt darstellt, das in der Lage ist, das Land zu modernisieren, internationale Investitionen anzuziehen und die wirtschaftliche Entwicklung der Region anzukurbeln.

Der Fall hat sich zu einem wichtigen Test für Albaniens europäische Ambitionen entwickelt, da Brüssel genau beobachtet, wie Tirana die von künftigen Mitgliedstaaten geforderten Umweltstandards umsetzt.

Gemeinschaft

Bemerkungen

Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.

Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.

Antworten Sie auf diesen Artikel

Kommentare werden moderiert. Werbebotschaften, automatisierte E-Mails und missbräuchliche Links werden blockiert.

Ihr erster Kommentar oder jede Nachricht, die einen Link enthält, wird möglicherweise erst nach Genehmigung veröffentlicht.