Laut einer Umfrage von Datafolha liegen der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und Senator Flávio Bolsonaro vor einer möglichen Stichwahl im Präsidentschaftswahlkampf Kopf an Kopf.
Laut dieser Umfrage würde Flávio Bolsonaro 46 % der Stimmen erhalten, Lula hingegen 45 %. Dieser Unterschied liegt jedoch innerhalb der Fehlermarge von zwei Prozentpunkten, was bedeutet, dass die beiden Kandidaten statistisch gleichauf liegen.
Dies ist das erste Mal, dass der Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro Lula in einer solchen Umfrage überholt hat, auch wenn dieser Fortschritt noch fragil ist.
Der amtierende Präsident, der eine vierte, nicht aufeinanderfolgende Amtszeit anstrebt, hat in den letzten Monaten seinen Vorsprung schrumpfen sehen. Im März hatte er noch einen etwas deutlicheren Vorsprung vor seinem Rivalen.
Flávio Bolsonaros Aufstieg lässt sich insbesondere durch die öffentliche Unterstützung seines Vaters erklären, einer einflussreichen Figur der brasilianischen Rechten, trotz seiner juristischen Probleme.
Dieses knappe Rennen spiegelt eine anhaltende Polarisierung der brasilianischen Gesellschaft wider und lässt einen intensiven Wahlkampf im Vorfeld der Wahl im Oktober erahnen.
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