Nordkorea hat laut staatlichen Medien Pläne zum Bau eines 10.000 Tonnen schweren Zerstörers und zur Entwicklung neuer, geheimer Unterwasserwaffen angekündigt. Diese Enthüllung erfolgt nur wenige Tage vor dem mit Spannung erwarteten Besuch des chinesischen Präsidenten. Xi Jinping in Pjöngjang.
Laut der offiziellen Zeitung Rodong Sinmun folgte diese Ankündigung einem Marinetest, der persönlich vom nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un überwacht wurde. Er soll den schnellen Einsatz des Zerstörers Kang Kon und eines weiteren 5.000-Tonnen-Kriegsschiffs namens Choe Hyon angeordnet haben.
Offizielle Medien machten jedoch keine Angaben zu den technischen Details des geplanten 10.000-Tonnen-Zerstörers oder den erwähnten Unterwasserwaffensystemen. Laut mehreren Beobachtern ist dies das erste Mal, dass Pjöngjang ein Kriegsschiffprojekt dieser Größenordnung öffentlich erwähnt hat.
Südkoreanische Analysten vermuten, dass diese Kommunikation sowohl politische als auch militärische Implikationen haben könnte. Laut Hong Min, Forscher am südkoreanischen Institut für Nationale Wiedervereinigung, versucht Kim Jong Un, die militärischen Fortschritte seines Landes im Vorfeld des Besuchs des chinesischen Präsidenten, Nordkoreas wichtigstem diplomatischen und wirtschaftlichen Verbündeten, hervorzuheben.
Der nordkoreanische Machthaber erklärte, sein Land müsse seine Marinekapazitäten stärken, um einen Atomkrieg abzuschrecken. Er betonte zudem die Notwendigkeit, schlagkräftige Land-, See- und Luftstreitkräfte aufzubauen, um die Verteidigungsfähigkeit des Landes zu verbessern.
Diese jüngste Machtdemonstration erfolgt inmitten anhaltender Spannungen in der Region. Nordkoreas Militärprogramme geben weiterhin Anlass zur Sorge bei den Nachbarstaaten und westlichen Mächten, die Pjöngjangs maritime und strategische Ambitionen genau beobachten.
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