Im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft drängt Washington Europa dazu, seine Grenzen für Reisende zu schließen, die Ebola ausgesetzt waren.
Im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft drängt Washington Europa dazu, seine Grenzen für Reisende zu schließen, die Ebola ausgesetzt waren.

Die Trump-Regierung hat europäische Länder aufgefordert, ähnliche Reisebeschränkungen wie die USA zur Eindämmung des Ebola-Virus vor der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft einzuführen. Laut mehreren Quellen und Beamten will Washington verhindern, dass potenziell infizierte Personen ungehindert in die Austragungs- oder Teilnehmerländer des Sportevents reisen können.

Am 1. Juni richteten die US-Behörden ein formelles diplomatisches Ersuchen an die europäischen Regierungen mit der dringenden Aufforderung, Maßnahmen gegen Reisende zu ergreifen, die sich kürzlich in von der Epidemie betroffenen zentralafrikanischen Ländern aufgehalten hatten. Laut einem in Afrika stationierten EU-Diplomaten haben die Mitgliedstaaten auf dieses Ersuchen noch nicht reagiert.

Washingtons Besorgnis beruht auf dem Wiederaufflammen von Ebola in Teilen Zentralafrikas. Im vergangenen Monat verhängten die US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC) ein Einreiseverbot für Ausländer, die sich in den vorangegangenen 21 Tagen in der Demokratischen Republik Kongo, Uganda oder im Südsudan aufgehalten hatten.

Amerikanische Staatsbürger, die aus diesen Ländern zurückkehren, dürfen zwar einreisen, müssen sich aber bestimmten Gesundheitskontrollen unterziehen. Die Behörden haben zudem die Ankunftsorte auf bestimmte Flughäfen beschränkt, um die Überwachung und die Erkennung potenzieller Fälle zu verbessern.

US-Außenminister Marco Rubio erklärte, die Vereinigten Staaten müssten jegliche Einschleppung des Virus in ihr Territorium verhindern. Laut Rubio bestehe die aktuelle Strategie darin, Personen, die möglicherweise mit Ebola in Kontakt gekommen seien, im Ausland zu halten, obwohl das Land über eine medizinische Infrastruktur verfüge, die Patienten behandeln und gleichzeitig das Übertragungsrisiko minimieren könne.

Diese Initiative erfolgt im Zuge der laufenden Vorbereitungen für die Fußball-Weltmeisterschaft, da in den kommenden Monaten mit einem deutlichen Anstieg des internationalen Reiseverkehrs gerechnet wird. Die US-Behörden sind der Ansicht, dass internationale Zusammenarbeit unerlässlich ist, um die mit einer Veranstaltung verbundenen Gesundheitsrisiken zu minimieren, die Millionen von Reisenden aus aller Welt anziehen wird.

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