Australien: Nasenimpfstoff für Kinder inmitten kritischer Grippesaison zugelassen
Australien: Nasenimpfstoff für Kinder inmitten kritischer Grippesaison zugelassen

Australien hat erstmals die Anwendung eines Grippeimpfstoffs als Nasenspray für Kinder und Jugendliche zwischen 2 und 17 Jahren zugelassen, da die Grippesaison 2026 voraussichtlich besonders schwerwiegend ausfallen wird. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Impfquote angesichts zunehmender Impfskepsis zu verbessern.

Dieser unter dem Namen Flumist vertriebene Impfstoff wird bereits in mehreren Ländern eingesetzt, insbesondere in Großbritannien seit etwa zehn Jahren. In Australien belaufen sich die Kosten auf schätzungsweise 28 Euro pro Dosis, wobei in einigen Bundesstaaten für berechtigte Minderjährige eine teilweise Kostenerstattung erfolgt.

Die Gesundheitsbehörden hoffen, dass dies die Impfung erleichtert, insbesondere für Kinder, die sich vor Impfungen fürchten. Laut Marianne Gale, der obersten Amtsärztin von Queensland, wirkt dieser Nasenimpfstoff, indem er den Körper abgeschwächten Grippeviren aussetzt. Dadurch kann das Immunsystem einen wirksamen Schutz entwickeln, ohne dass eine Erkrankung ausgelöst wird.

Die Entscheidung fällt in eine Zeit besorgniserregender Entwicklungen: Die Impfquote ist weiterhin niedrig; nur jedes vierte Kind ist gegen Grippe geimpft. Im vergangenen Jahr waren über 80.000 Kinder unter fünf Jahren nicht vollständig geimpft – eine Situation, die teilweise auf den seit der Covid-19-Pandemie beobachteten Vertrauensverlust zurückzuführen ist.

Gesundheitsexperten sind über diesen Trend besorgt. Einige warnen vor einem Anstieg der Todesfälle durch vermeidbare Krankheiten, sollte sich die Impfquote nicht verbessern. Kleinkinder, insbesondere unter fünf Jahren, sind weiterhin am anfälligsten für schwere Komplikationen durch die Grippe.

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