In Chile tritt José Antonio Kast sein Amt in einem wirtschaftlich unsicheren Umfeld an.
In Chile tritt José Antonio Kast sein Amt in einem wirtschaftlich unsicheren Umfeld an.

Chiles neuer Präsident, José Antonio Kast, tritt sein Amt am Mittwoch inmitten globaler wirtschaftlicher Turbulenzen an, da der Krieg mit dem Iran die internationalen Märkte erschüttert.

Der im Dezember mit dem Versprechen höheren Wirtschaftswachstums, Deregulierung und geringerer Staatsausgaben gewählte rechtsextreme Präsident beruhigte zunächst die Anleger. Nach seinem Wahlsieg erholten sich die chilenischen Finanzmärkte.

Die internationale Lage hat sich jedoch rasant verändert. Geopolitische Spannungen und die Volatilität der globalen Märkte haben ein unsichereres wirtschaftliches Umfeld geschaffen, während sich Kast auf sein Amt vorbereitet.

Ein Sprecher seines Wirtschaftsteams erklärte, dass derzeit keine Notfallmaßnahmen geplant seien, ohne jedoch zu präzisieren, inwieweit die jüngsten Ereignisse die Umsetzung seines Wirtschaftsprogramms beeinträchtigen könnten.

Laut Kenneth Bunker, einem Politikwissenschaftler und Akademiker an der Universität von San Sebastián, wurde Kast mit dem Versprechen einer „Notstandsregierung“ gewählt, die in der Lage sei, die wirtschaftlichen Probleme des Landes schnell zu lösen.

Die Fähigkeit seiner Regierung, ihre Reformen umzusetzen, könnte jedoch von wichtigen wirtschaftlichen Faktoren abhängen, darunter Wechselkursentwicklungen, Inflation und Wachstum.

Sollte das versprochene Wirtschaftswachstum ausbleiben, könnten sich nach Einschätzung des Analysten mehrere Projekte der neuen Regierung verzögern, da die chilenische Wirtschaft weiterhin eng mit den Schwankungen der globalen Märkte verknüpft ist.