Nach einer historischen Wahlniederlage weigert sich Keir Starmer zurückzutreten und verspricht zehn Jahre an der Macht.
Nach einer historischen Wahlniederlage weigert sich Keir Starmer zurückzutreten und verspricht zehn Jahre an der Macht.

Der britische Premierminister Keir Starmer hat versichert, dass er trotz des zunehmenden Drucks innerhalb seines eigenen politischen Lagers nach den schweren Verlusten der Labour-Partei bei den Kommunalwahlen in ganz Großbritannien nicht die Absicht hat, zurückzutreten.

In einem am Sonntag im Observer veröffentlichten Interview erklärte Keir Starmer, seine Regierung sei ein „Zehnjahresprojekt“ und er beabsichtige fest, die Labour Party bei den nächsten Parlamentswahlen anzuführen. „Ja, das werde ich“, antwortete er auf die Frage nach der Möglichkeit einer zweiten vollen Amtszeit in der Downing Street.

Der britische Premierminister wies Rücktrittsforderungen zurück und argumentierte, ein überstürzter Abgang würde das Land ins Chaos stürzen. „Ich werde das Amt, für das ich im Juli 2024 gewählt wurde, nicht aufgeben. Ich werde das Land nicht ins Chaos stürzen“, sagte er.

Die diese Woche abgehaltenen Kommunalwahlen stellten einen schweren Rückschlag für die Labour-Partei dar. Laut Reuters erlitt die Partei von Keir Starmer die schwersten Verluste bei Kommunalwahlen für eine amtierende Regierung seit über dreißig Jahren, was die wachsende Unzufriedenheit unter den Labour-Abgeordneten weiter anheizte.

Ein ehemaliger Minister der Starmer-Regierung drohte sogar mit einer internen Wahl des Parteivorsitzenden, sollte das Kabinett nicht umgehend Schritte zur Ablösung des Premierministers einleiten. Diese Herausforderung verdeutlicht die Spannungen, die die Labour-Partei derzeit, weniger als zwei Jahre nach ihrer Rückkehr an die Macht, beherrschen.

Angesichts dieser politischen Krise wird Keir Starmer am Montag eine wichtige Rede halten, in der er seine neue Vision für die Regierung darlegt und versucht, die Initiative zurückzugewinnen. Sein Team hofft, dass diese Rede die besorgten Abgeordneten beruhigen und die durch den Unmut der Wähler geschwächte Exekutive stärken wird.

Sollte Keir Starmer in den kommenden Wochen abgesetzt werden, hätte das Vereinigte Königreich innerhalb von zehn Jahren bereits den siebten Premierminister – ein weiteres Symbol für die politische Instabilität, die das Land seit dem Brexit-Referendum erschüttert.

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