Auf der Insel Tristan da Cunha, einem der isoliertesten bewohnten Gebiete der Welt, wurde ein neuer Verdachtsfall von Hantavirus festgestellt. Die Gesundheitsbehörden setzen ihre Untersuchung eines Ausbruchs fort, der an Bord eines Luxuskreuzfahrtschiffs aufgetreten ist.
Nach Angaben britischer Behörden handelt es sich bei dem Fall um einen britischen Staatsbürger, der sich auf der Insel mit ihren rund 200 Einwohnern aufhält. Weitere Details zu seinem Gesundheitszustand wurden nicht bekannt gegeben; die Ermittlungen zur Nachverfolgung der Passagiere und ihrer Kontaktpersonen dauern an.
Der Ausbruch steht im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius, das am 15. April an der Insel anlegte. Seitdem wurden mehrere Todesfälle und Infektionen unter den Passagieren und Personen, die mit ihnen in Kontakt standen, registriert.
Drei Menschen sind bereits dem Virus erlegen: ein niederländisches Ehepaar und ein deutscher Staatsbürger. Eine weitere Niederländerin starb kurz nach Verlassen des Schiffes. Sie war die Ehefrau des ersten in diesem Fall identifizierten Patienten, der am 11. April an Bord verstarb.
Vier weitere Personen wurden offiziell mit dem Hantavirus diagnostiziert. Es handelt sich um zwei Briten, einen Niederländer und einen Schweizer, die derzeit in Krankenhäusern in den Niederlanden, Südafrika und der Schweiz behandelt werden.
Die niederländischen Behörden haben mitgeteilt, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine neuen bestätigten Infektionen festgestellt wurden, die Gesundheitsuntersuchungen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Virus werden jedoch fortgesetzt.
Das Hantavirus ist eine seltene, aber potenziell schwere Erkrankung, die üblicherweise von infizierten Nagetieren übertragen wird. Dieser ungewöhnliche Ausbruch an Bord eines Kreuzfahrtschiffes gibt internationalen Gesundheitsbehörden Anlass zu großer Besorgnis, angesichts der Mobilität der Passagiere und der schwierigen Erreichbarkeit der betroffenen Insel.
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