Südafrika: Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft für Oppositionellen Julius Malema
Südafrika: Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft für Oppositionellen Julius Malema

Der südafrikanische Politiker Julius Malema erschien erneut vor Gericht in Südafrika, wo die Staatsanwaltschaft eine Höchststrafe von 15 Jahren Gefängnis für Vergehen im Zusammenhang mit dem Gebrauch einer Schusswaffe bei einer Kundgebung forderte.

Der Vorsitzende der Economic Freedom Fighters (EFF), einer der wichtigsten Oppositionsparteien des Landes, wurde im vergangenen Jahr wegen illegalen Waffenbesitzes und Waffengebrauchs in der Öffentlichkeit verurteilt. Der Vorfall ereignete sich bereits 2018.

Bei der jüngsten Urteilsverkündung betonten die Staatsanwälte die Schwere des Vergehens und wiesen darauf hin, dass Malema in der Öffentlichkeit mit einer Schrotflinte in die Luft geschossen hatte. Der 45-jährige Angeklagte plädiert weiterhin auf nicht schuldig und behauptet, die Waffe sei ein Spielzeug gewesen.

Sollte eine Haftstrafe von mehr als zwölf Monaten nach etwaigen Berufungen bestätigt werden, würde dies Julius Malema von der Bekleidung öffentlicher Ämter ausschließen und ihn daran hindern, als Parlamentsabgeordneter zu dienen. Ein solches Urteil wäre ein schwerer Schlag für die EFF.

Die als linksextrem eingestufte Partei genießt beträchtliche Unterstützung unter jungen Südafrikanern, insbesondere unter jenen, die von den seit dem Ende der Apartheid im Jahr 1994 anhaltenden Ungleichheiten frustriert sind. Der Fall wird daher in einem Land, in dem die sozialen Spannungen weiterhin hoch sind, genau verfolgt.

Die endgültige Entscheidung des Gerichts könnte erhebliche Auswirkungen auf die politische Landschaft Südafrikas haben, eine der einflussreichsten Figuren der Opposition schwächen und das Kräfteverhältnis im Parlament neu definieren.

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