Die Gespräche über das nordamerikanische Handelsabkommen könnten auch über den 1. Juli hinaus andauern, sagte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer.
Seinen Angaben zufolge ist die Verwaltung von Donald Trump Washington wird versuchen, so viele Streitigkeiten wie möglich vor Ablauf dieser Frist beizulegen, doch die Verhandlungen zur Neuausrichtung des Abkommens dürften fortgesetzt werden. Washington schließt auch radikalere Maßnahmen nicht aus, wie etwa einen vorübergehenden Ausstieg aus dem aktuellen Rahmenabkommen, um Druck auf seine Partner auszuüben.
Das betreffende Abkommen, das Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA), wurde 2020 als Nachfolger von NAFTA geschlossen. Obwohl es in mancher Hinsicht weiterhin als nützlich gilt, ist das Weiße Haus der Ansicht, dass es immer noch Ungleichgewichte aufweist.
Zu den Streitpunkten zählen insbesondere die von den US-Behörden angeprangerten deutlichen Anstiege der Automobilimporte aus Mexiko sowie Stahl- und Aluminiumlieferungen, die als ungünstig für die industriellen Interessen der Vereinigten Staaten angesehen werden.
Jamieson Greer brachte auch die Möglichkeit unterschiedlicher Vorgehensweisen für Mexiko und Kanada zur Sprache, angesichts der besonderen Natur ihrer Handelsbeziehungen mit Washington. Diese Position spiegelt den Wunsch der US-Regierung wider, bestimmte Aspekte des Abkommens vor dem Hintergrund anhaltender wirtschaftlicher Spannungen in Nordamerika eingehend neu zu verhandeln.
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