Abramovich ist bereit, jede Beschlagnahme der Einnahmen aus dem Verkauf von Chelsea durch London anzufechten.
Abramovich ist bereit, jede Beschlagnahme der Einnahmen aus dem Verkauf von Chelsea durch London anzufechten.

Die Anwälte des russischen Geschäftsmanns Roman Abramowitsch haben die britische Regierung gewarnt, dass sie jeden Versuch, die 2,5 Milliarden Pfund aus dem Verkauf des Fußballclubs Chelsea zu beschlagnahmen, anfechten werden, da die Gelder weiterhin Eigentum ihres Mandanten seien.

Roman Abramovich war 2022 gezwungen, den Londoner Club zu verkaufen, nachdem er von Großbritannien im Rahmen von Maßnahmen gegen russische Oligarchen nach Russlands Invasion in der Ukraine mit Sanktionen belegt worden war.

Fast vier Jahre später sind die Gelder aus dieser Transaktion aufgrund eines Streits über ihre Verwendung immer noch auf einem britischen Bankkonto eingefroren. Die britische Regierung möchte, dass dieses Geld für humanitäre Hilfe in der Ukraine verwendet wird.

Die Anwälte von Abramovich von der Kanzlei Kobre & Kim hingegen betonen, dass die Gelder „ausschließlich Eigentum“ ihres Mandanten bleiben und werfen den britischen Behörden vor, in dieser Angelegenheit „politisch und mediengesteuerte“ Aussagen zu machen.

Laut Verteidigung bekräftigt Roman Abramowitsch seine Absicht, das Geld für wohltätige Zwecke zu verwenden. Die Anwälte gehen jedoch davon aus, dass die von der britischen Regierung auferlegten Beschränkungen hinsichtlich der Verwendung der Gelder die Ursache für die gegenwärtige Pattsituation sind.

London warnte letztes Jahr, dass die Gelder freigegeben werden müssten, andernfalls würden rechtliche Schritte eingeleitet. Der Streit verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen den britischen Behörden und dem russischen Oligarchen seit der Verhängung der Sanktionen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg.