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In Rabat versammelten sich mehrere Hundert Menschen zu einem Marsch anlässlich des Tages der palästinensischen Gefangenen, um ihre Solidarität mit der palästinensischen Sache und der Al-Aqsa-Moschee zu bekunden. Die Kundgebung, organisiert von der Nationalen Aktionsgruppe für Palästina und der Marokkanischen Front zur Unterstützung Palästinas, fand zwischen dem Bab-el-Had-Platz und dem Parlamentsgebäude statt.

Die Teilnehmer, die aus verschiedenen Städten Marokkos angereist waren, schwenkten palästinensische Flaggen und Bilder der Al-Aqsa-Moschee. Während des gesamten Umzugs skandierten sie Parolen zur Unterstützung des palästinensischen Widerstands und forderten die Freilassung von Gefangenen sowie den Schutz heiliger Stätten.

Die Demonstranten sprachen sich außerdem gegen einen Gesetzentwurf in der israelischen Knesset aus, der die Verhängung der Todesstrafe gegen palästinensische Gefangene ermöglichen würde. Sie forderten dessen Rücknahme und verurteilten die Maßnahme als Verletzung grundlegender Rechte.

Über diese Forderung hinaus verurteilten die Demonstranten die israelischen Militäroperationen und riefen die marokkanischen Behörden auf, den Normalisierungsprozess mit Israel zu stoppen. Die öffentliche Unterstützung des marokkanischen Fußballspielers Hakim Ziyech für die palästinensische Sache wurde durch mehrere Slogans bejubelt.

Vor Ort betonte Mohammed El Fassi, ein Teilnehmer des Marsches, das Ausmaß der Mobilisierung und hob die Beteiligung aller Bevölkerungsgruppen hervor. Semah Chatibi, eine 18-jährige Studentin, unterstrich ihrerseits die Rolle junger Menschen bei der Sensibilisierung für die palästinensische Sache, insbesondere über soziale Medien.

Der 1974 vom Palästinensischen Nationalrat ins Leben gerufene Tag der palästinensischen Gefangenen wird jährlich mit Demonstrationen und Initiativen begangen, die die internationale Aufmerksamkeit auf die Notlage der Gefangenen lenken sollen. Laut mehreren Menschenrechtsorganisationen befinden sich derzeit über 9.600 Palästinenser, darunter Frauen und Kinder, in israelischen Gefängnissen unter Bedingungen, die regelmäßig angeprangert werden.

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