Im Vorfeld des Gipfeltreffens zwischen Trump und Xi appellieren Familienangehörige von in China inhaftierten Amerikanern an Washington, endlich zu handeln.
Im Vorfeld des Gipfeltreffens zwischen Trump und Xi appellieren Familienangehörige von in China inhaftierten Amerikanern an Washington, endlich zu handeln.

Die Familien zweier Amerikaner, die seit mehr als zehn Jahren in China inhaftiert sind, appellieren an den US-Präsidenten. Donald Trump persönlich bei Chinas Staatschef Xi Jinping zu intervenieren, um ihre Freilassung beim für diese Woche geplanten bilateralen Gipfeltreffen zu erreichen.

Bei den beteiligten Häftlingen handelt es sich um Dawn Michelle Hunt, eine ehemalige Flugbegleiterin und Künstlerin aus der Gegend um Chicago, und Nelson Wells Jr., einen dreifachen Vater aus Louisiana. Beide wurden wegen Drogenhandels verurteilt, nachdem sie laut ihren Angehörigen in getrennten Fällen als sogenannte „blinde Drogenkuriere“ festgenommen wurden – Fälle, in denen Personen unwissentlich Drogen transportieren.

Die Familienangehörigen geben an, dass sich der Gesundheitszustand der beiden Gefangenen im Laufe der Jahre in Haft deutlich verschlechtert hat, und hoffen, dass Donald Trump sein Treffen mit ihnen nutzen wird. Xi Jinping um ihre Freilassung aus humanitären Gründen zu fordern.

Für den amerikanischen Präsidenten, der sich oft als Verhandlungsführer präsentiert hat, der in der Lage ist, im Ausland inhaftierte amerikanische Staatsbürger zurückzuholen, wäre ein solcher Durchbruch ein symbolischer diplomatischer Erfolg bei einem Gipfeltreffen, das möglicherweise nur wenige konkrete Ergebnisse zu wichtigen internationalen Fragen hervorbringen wird.

Die Gespräche zwischen Washington und Peking werden sich voraussichtlich auf Handelsspannungen, den Iran, Fragen im Zusammenhang mit Taiwan und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Mächten konzentrieren.

Laut Reuters könnte Peking die Freilassung der beiden Amerikaner als eine kostengünstige diplomatische Geste betrachten, die die Beziehungen zur Trump-Administration vorübergehend verbessern könnte, während die Beziehungen zwischen den beiden Ländern in vielen strategischen Fragen weiterhin angespannt sind.

Die Fälle von in China inhaftierten Ausländern stehen regelmäßig im Mittelpunkt diplomatischer Gespräche zwischen Peking und westlichen Ländern. Mehrere Regierungen werfen den chinesischen Behörden vor, bestimmte Inhaftierungen als politisches Druckmittel in ihren internationalen Beziehungen einzusetzen.

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