In Abu Dhabi setzt sich Hassan Chalghoumi für den Dialog zwischen den Zivilisationen ein.
In Abu Dhabi setzt sich Hassan Chalghoumi für den Dialog zwischen den Zivilisationen ein.

Abu Dhabi war Gastgeber der dritten Internationalen Konferenz zum Dialog der Zivilisationen und zur Toleranz (IDCT 2026). Die Veranstaltung brachte politische Führungskräfte, Wissenschaftler, Diplomaten und Religionsvertreter aus aller Welt zusammen, um über Möglichkeiten zur Stärkung des friedlichen Zusammenlebens der Völker zu diskutieren. Unter dem Motto „Der Einfluss von Familie und globalen Partnerschaften auf die Förderung von Toleranz“ beleuchtete die Konferenz die Herausforderungen, vor denen moderne Gesellschaften stehen.

Unter den Rednern war Hassen Chalghoumi, Imam von Drancy und Präsident der Konferenz der Imame Frankreichs. Auf Einladung zu dieser internationalen Veranstaltung plädierte er für eine Vision, die auf interreligiösem Dialog, Bildung und dem Kampf gegen Hassrede basiert. In einem von Konflikten und identitätsbedingten Spannungen geprägten internationalen Kontext rief er dazu auf, mehr Brücken zwischen Kulturen, Religionen und Völkern zu bauen.

Der Imam benannte drei zentrale Herausforderungen für die Zukunft der Menschheit. Erstens betonte er die Notwendigkeit einer qualitativ hochwertigen Bildung, die verantwortungsbewusste Bürger hervorbringt, die ihrer Tradition verbunden sind und gleichzeitig weltoffen bleiben. Zweitens hob er die Bedeutung eines aufgeklärten religiösen Diskurses hervor, der die menschliche Brüderlichkeit, den gegenseitigen Respekt und die Würde jedes Einzelnen fördert.

Abschließend warnte Hassen Chalghoumi vor den Herausforderungen, die der Aufstieg künstlicher Intelligenz und sozialer Medien mit sich bringt. Er argumentierte, dass diese Werkzeuge dazu genutzt werden sollten, Wissen, Dialog und Frieden zu fördern, anstatt Hass, Radikalisierung oder Extremismus zu verbreiten. Diese Botschaft fand auf einer Konferenz, die sich größtenteils mit den Transformationen der modernen Welt befasste, besonders großen Anklang.

Zum Abschluss seiner Rede lobte der Präsident der Konferenz der Imame Frankreichs das Engagement der Vereinigten Arabischen Emirate für Toleranz und interreligiösen Dialog. Er würdigte zudem den emiratischen Präsidenten, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, und hob dessen Vision eines friedlichen Zusammenlebens und des Respekts vor Vielfalt hervor. „Lasst uns gemeinsam den Dialog über die Spaltung und die Hoffnung über den Hass triumphieren lassen“, erklärte er und fasste damit den Geist dieses internationalen Treffens in der emiratischen Hauptstadt zusammen.

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