Der ugandische Präsident Yoweri Museveni wurde am Dienstag für eine siebte Amtszeit vereidigt und festigte damit seine Macht nach fast vierzig Jahren an der Spitze Ugandas weiter.
Der 81-jährige ehemalige Rebellenführer regiert das Land seit 1986. Mit dieser neuen Investitur verlängert sich seine Herrschaft in ein fünftes Jahrzehnt, was ihn zu einem der am längsten amtierenden Staatschefs auf dem afrikanischen Kontinent macht.
Yoweri Museveni wurde mit 72 % der Stimmen zum Sieger der Präsidentschaftswahlen im Januar erklärt. Die Wahlen wurden jedoch von Gewalt und Betrugsvorwürfen der Opposition und mehrerer regierungskritischer Organisationen überschattet.
In seiner Antrittsrede hob der ugandische Präsident seine wirtschaftlichen Erfolge hervor und erklärte, dass das Land im nächsten Geschäftsjahr ein zweistelliges Wachstum anstreben werde, insbesondere dank der erwarteten Aufnahme der Rohölproduktion.
Die Frage seiner Nachfolge befeuert jedoch weiterhin politische Spekulationen. Viele Beobachter glauben, dass Museveni seinen Sohn Muhoozi Kainerugaba, derzeit ein hochrangiger Militärangehöriger, als seinen Nachfolger aufbaut. Der Präsident hat jedoch stets jegliche Absicht einer dynastischen Machtübergabe dementiert.
Ihm gegenüber ist die Opposition weiterhin stark geschwächt. Der Sänger und Oppositionelle Bobi Wine, der bei den letzten beiden Präsidentschaftswahlen jeweils den zweiten Platz belegte, lebt derzeit im Exil in den Vereinigten Staaten, nachdem er nach einer Militärrazzia in seinem Haus nach der Wahl aus seinem Land geflohen war.
Seit mehreren Jahren konzentriert sich die Kritik an Musevenis Regierung auf politische Repression, Angriffe auf die bürgerlichen Freiheiten und den wachsenden Einfluss des Militärs auf das politische Leben des Landes.
Trotz dieser Kontroversen behält der Präsident die feste Kontrolle über die Institutionen und die Nationale Widerstandsbewegung (NRM), die die ugandische politische Bühne seit mehreren Jahrzehnten dominiert.
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