Nawat Itsaragrisil hat seine Kritik an der aktuellen Führung der Miss Universe-Organisation weiter verschärft. Der Chef von MGI PCL und Direktor von Miss Universe Eastern erhob eine Reihe besonders schwerwiegender Vorwürfe gegen die Organisation. Er hinterfragte das New Yorker Büro, die Echtheit einiger ausgestellter Kronen, die Förderung verschiedener Teams und sogar diverse prestigeträchtige Aspekte des Wettbewerbs. Er riet allen, die zur Miss Universe 2026 nach Puerto Rico reisen wollen, ihre Hotels und Flüge noch nicht zu buchen, sondern abzuwarten, bis die Durchführung der Veranstaltung sicher sei.
„Das New Yorker Büro ist nur ein kleiner Raum.“
Einer seiner schwerwiegendsten Vorwürfe betrifft direkt das New Yorker Büro von Miss Universe. Nawat behauptet: „Das New Yorker Büro ist nichts weiter als ein kleiner Raum, in dem die Sachen eines Freundes gelagert werden. Sie haben ihn sich geliehen, ein paar Aufkleber draufgeklebt und ihn dann ‚Visual Office‘ genannt. Ich war selbst dort.“ Seiner Ansicht nach entsprechen die Räumlichkeiten, die als Miss-Universe-Büro in New York präsentiert werden, daher in keiner Weise dem Bild einer echten internationalen Zentrale. Nawat beteuert, er habe diese Räumlichkeiten persönlich besucht.
Bei den ausgestellten Kronen handelt es sich vermutlich um Repliken, die auf eBay gekauft wurden.
Nawat Itsaragrisil greift auch ein zentrales Symbol der Miss Universe an: die Kronen. Er behauptet, die im Showroom der Organisation in Mexiko ausgestellten Modelle seien nicht die Originalkronen. „Die Kronen im Showroom der Miss Universe-Zentrale in Mexiko wurden auf eBay gekauft. Sie sind alle gefälscht. Mein Gott, sie haben wirklich jedes Modell! Es sind Repliken.“
Nawat stellt daher klar, dass es sich um Kopien und nicht um Originale handelt. Dieser Vorwurf ist besonders schwerwiegend für eine Organisation, deren Kronen zu ihren wichtigsten Symbolen gehören.
Nawat wirft der Miss Universe-Organisation vor, ihr Team zu marginalisieren.
Der thailändische Offizielle behauptet außerdem, sein Team sei trotz seiner Beteiligung an der Miss Universe-Wahl bewusst abgewertet worden. „Die westliche Seite fördert uns nie, schätzt uns nie. Wir waren Gastgeber der Miss Universe 2025, aber sie bewerben bereits den Gastgeber der Miss Universe 2026 in Puerto Rico. Nicht einmal die von mir mitgebrachten Sponsoren durften fotografiert oder erwähnt werden.“
Nawat wirft einigen Personen innerhalb der Organisation vor, die Kommunikation rund um Puerto Rico zu priorisieren und gleichzeitig die Arbeit seines Teams herunterzuspielen. Er behauptet außerdem, dass die Sponsoren, die er persönlich zum Wettbewerb mitgebracht hatte, absichtlich von der offiziellen Kommunikation ausgeschlossen wurden.
„Alle Tränen, die ich vergossen habe, müssen bezahlt werden.“
Nawat Itsaragrisil schlägt dann einen deutlich persönlicheren Ton an. „Jede Träne, die ich vergossen habe, wird mit entsprechendem Schmerz bezahlt werden. Alle, die grausam zu mir waren, die sich Geld von mir geliehen haben, die gelogen haben, die unehrlich waren … sie alle werden für ihre Taten geradestehen müssen. Sie alle werden ruiniert sein. Es schmerzt so sehr.“ Nawat spricht von Menschen, die sich angeblich Geld von ihr geliehen, sie belogen oder unehrlich gehandelt haben, ohne jedoch Namen zu nennen.
Er äußert auch Zweifel an dem Kreuzfahrtschiff und der Yacht.
Eine weitere aufschlussreiche Anschuldigung: Nawat sagt, sie wisse nicht einmal, ob einige der prestigeträchtigen Gegenstände, die bei der Miss Universe-Wahl gezeigt werden, tatsächlich in der Form existieren, in der sie der Öffentlichkeit präsentiert werden: „Ich weiß nicht einmal, ob das Kreuzfahrtschiff und die Yacht tatsächlich existieren. Vielleicht haben sie einfach ein Boot gemietet und ein Logo darauf geklebt. Ich weiß es nicht.“
„Ich habe die Büros der Miss Universe in jeder Ära besucht.“
Um seine Kritik zu untermauern, betont Nawat seine langjährige Vertrautheit mit den internen Abläufen der Organisation: „Ich habe die Miss-Universe-Büros in allen Epochen besucht. Zu Paulas Zeiten, zu IMGs Zeiten und jetzt in dieser Ära in New York, die mich nur frustriert seufzen lässt.“ Er vergleicht die aktuelle Organisation somit direkt mit früheren Perioden der Miss Universe und macht deutlich, dass er die gegenwärtige Situation für weitaus unbefriedigender hält.
Eine direkte Warnung an diejenigen, die er beschuldigt.
Nawat fuhr mit einer Aussage fort, die wie eine Herausforderung an seine Gegner klang: „Ich nenne keine Namen. Habt alle keine Angst. Die Zeiten der Angst sind vorbei. Wenn ihr wirklich mutig seid, kommt nach Thailand!“
Puerto Rico 2026: „Buchen Sie Ihre Tickets noch nicht!“
Abschließend riet Nawat allen , die nach Puerto Rico reisen wollten, dringend zur Vorsicht: „Wer nach Puerto Rico reisen möchte, sollte bitte noch warten. Buchen Sie keine Hotels und kaufen Sie keine Flugtickets. Warten Sie, bis wir sicher sind, dass die Veranstaltung tatsächlich stattfinden wird.“ Diese Aussage ist besonders brisant, da Puerto Rico als Austragungsort der Miss Universe 2026 vorgesehen ist. Indem er öffentlich dazu aufruft, noch keine Ausgaben zu tätigen, schürt er Zweifel daran, ob der Wettbewerb unter den aktuell angekündigten Bedingungen stattfinden wird.
Nawat greift nun direkt die Glaubwürdigkeit der Miss Universe an.
Mit diesen Aussagen begnügt sich Nawat Itsaragrisil nicht länger damit, lediglich Führungsstreitigkeiten oder persönliche Konflikte anzuprangern. Er stellt mehrere Aspekte der Miss Universe-Organisation direkt infrage: die Realität des New Yorker Büros, die Echtheit bestimmter Kronen, die Kommunikation mit Sponsoren, diverse Prestigeobjekte und sogar die Vorbereitungen für die Ausgabe 2026 in Puerto Rico. Der thailändische Präsident behauptet, ungerecht behandelt, ignoriert und getäuscht worden zu sein. Er kündigt nun öffentlich an, die seiner Ansicht nach bestehenden Missstände und Täuschungen innerhalb der Organisation aufzudecken.