Der Donnerstag steht ganz im Zeichen des Sturms Nils, der mit außergewöhnlichen Windböen aus Südwesten bis in die Mittelmeerregionen weht. In den Ebenen des Départements Aude wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h gemessen, in den Bergen Okzitaniens und Korsikas werden Spitzenwerte von 170 km/h erwartet. Der durch die jüngsten Regenfälle gesättigte Boden erhöht die Gefahr von umstürzenden Bäumen und damit verbundenen Schäden. Gleichzeitig ziehen häufige Schauer über weite Teile des Landes, wodurch im Westen die Hochwassergefahr steigt. In den Bergen fällt Schnee bis in Höhenlagen von 1100 bis 1200 Metern.
Am Nachmittag konzentrieren sich die stürmischen Winde auf die Regionen Languedoc-Roussillon, PACAA und Korsika. In den Ebenen werden Böen von 100 bis 130 km/h, örtlich sogar 150 bis 160 km/h, erwartet. Die korsischen Berge bleiben am stärksten betroffen. Trotz des unbeständigen Wetters herrschen milde Temperaturen zwischen 11 und 17 °C, etwa 5 °C über dem saisonalen Durchschnitt.
Am Abend besserte sich die Lage auf dem Festland allmählich, doch Korsika blieb weiterhin von starken Winden mit Geschwindigkeiten von über 130 km/h und in höheren Lagen sogar bis zu 150 km/h betroffen. Die Schauer wurden seltener, die Atmosphäre war nach wie vor unbeständig und für diese Jahreszeit ungewöhnlich mild.