In Frankreich erwartet uns am Freitag ein für diese Jahreszeit ungewöhnlich kalter und unbeständiger Tag. Regen, Schauer, Graupel, Wind und in den Bergen sogar Schnee sind in weiten Teilen des Landes zu erwarten. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von rund 10 °C fühlt sich das Wetter eher wie Ende März als Mitte Mai an.
Dieser plötzliche Temperatursturz ist auf einen Kaltlufteinbruch aus der Polarregion zurückzuführen, ein seltenes Ereignis zu dieser Jahreszeit. Im Loiretal, den Regionen Hauts-de-France und Grand Est ist morgens mit weißem Frost, teils sogar mit starkem Frost, zu rechnen. Örtlich können die Temperaturen in geschützten Lagen unter 0 °C fallen. Im zentralen Osten erreichen die Höchstwerte zwischen Besançon, Saint-Étienne und Grenoble nicht mehr als 10 bis 12 °C – Werte nahe den Rekordtiefstwerten für Mitte Mai.
In den Pyrenäen, im Zentralmassiv, im Jura und in den Nordalpen kehrt der Schnee ab 1300 Metern zurück. In Höhenlagen um 2000 Meter werden bis zu 50 cm Neuschnee erwartet, was die Fahrbedingungen in den Bergen erschwert. Andernorts bleibt das Wetter sehr unbeständig mit häufigen Schauern, während Mistral und Tramontane in Mittelmeernähe für sonnige Abschnitte sorgen. Auf Korsika sind Windböen mit Geschwindigkeiten von über 100 km/h möglich.
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