Hitzewelle: Frankreich steht kurz vor allen Rekorden – in Paris werden Temperaturen von bis zu 42 °C erwartet.
Hitzewelle: Frankreich steht kurz vor allen Rekorden – in Paris werden Temperaturen von bis zu 42 °C erwartet.

Die Hitzewelle erreichte am Donnerstag, dem 25. Juni, ihren Höhepunkt mit Rekordtemperaturen in weiten Teilen des Landes. Nach mehreren Tagen extremer Hitze bereitet sich Frankreich auf einen der heißesten Junitage vor, die jemals gemessen wurden. Die Behörden bleiben angesichts dieser Ausnahmesituation, die mittlerweile fast alle Regionen betrifft, in höchster Alarmbereitschaft.

Die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wird voraussichtlich besonders heiß. Die Temperaturen werden fast im ganzen Land nicht unter 20 °C fallen, mit Tiefstwerten von bis zu 28 °C in Paris, Nantes und La Rochelle, 27 °C in Bordeaux und 25 °C in Lyon und Toulouse. Meteorologen zufolge könnte dies die heißeste Nacht seit Beginn der modernen Aufzeichnungen in Frankreich werden. In den Großstädten erhöht die fehlende nächtliche Abkühlung die Gesundheitsrisiken erheblich, insbesondere für ältere und gefährdete Menschen.

Am Nachmittag wird die Hitze unerträglich. In vielen Städten, darunter Rouen, Tours, Nantes, Troyes und Colmar, werden Temperaturen von 40 °C oder fast 40 °C erreicht. In Paris könnte das Thermometer sogar auf 42 °C klettern, nur wenige Zehntel Grad über dem Allzeitrekord von 42,6 °C aus dem Juli 2019. Die gefühlte Temperatur könnte in einigen Teilen der Hauptstadt aufgrund der kombinierten Wirkung von Hitze und Luftfeuchtigkeit sogar 47 °C erreichen.

Diese Situation geht mit einer sehr hohen Waldbrandgefahr in drei Vierteln des Landes einher. Die Kombination aus ausgedörrter Vegetation, extrem trockener Luft und sengender Hitze schafft besonders günstige Bedingungen für Waldbrände. Die Behörden mahnen daher zu höchster Wachsamkeit in Natur- und Agrargebieten.

Zum Tagesende könnte sich das Wetter im Westen des Landes leicht verschlechtern, mit möglichen Gewittern. Örtlich sind schwere Gewitter zwischen der Bretagne, der Basse-Normandie und Nouvelle-Aquitaine zu erwarten, die Starkregen, Hagel und heftige Windböen mit sich bringen können. Auch über den Alpen könnten sich Gewitterzellen bilden, doch die historische Hitzewelle dürfte noch anhalten.

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