Die digitalen Plattformen der La Poste-Gruppe waren von Mittwoch auf Donnerstag erneut schwer gestört, wodurch zahlreiche von Privatpersonen und Unternehmen täglich genutzte Dienste nicht verfügbar waren. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach einem ersten Cyberangriff, der die Sendungsverfolgung während der Feiertage beeinträchtigte, die physische Zustellung von Briefen und Paketen jedoch nicht unterbrach.
Der neue Ausfall, der gegen 3:30 Uhr morgens festgestellt wurde, betraf die Hauptseite sowie einige interne Informationssysteme. In den ersten Stunden wurde in einer Meldung explizit von einem Cyberangriff gesprochen, diese wurde jedoch später geändert. Die Organisation teilt mit, dass sie ihre technischen Teams mobilisiert, um den Zugriff auf die Dienste wiederherzustellen, und entschuldigt sich bei den betroffenen Nutzern.
Eine Reihe von Angriffen unter richterlicher Aufsicht
Wie bereits berichtet, war die Störung im Dezember auf eine gezielte Serverüberlastung zurückzuführen – eine Methode, mit der der Zugriff blockiert wird, ohne in die Systeme einzudringen. Zu diesem Angriff bekannte sich ein prorussisches Hackerkollektiv, das bereits für ähnliche Aktionen in Europa bekannt ist. In Paris wurde eine Untersuchung eingeleitet, die von spezialisierten inländischen Sicherheitsbehörden durchgeführt wird, um die Verantwortlichen zu ermitteln und die Risiken für die digitale Infrastruktur der Gruppe zu bewerten.