Kälteeinbruch in Frankreich, der in den kommenden Tagen erneut erwartet wird (Wikipedia Commons).
Kälteeinbruch in Frankreich, der in den kommenden Tagen erneut erwartet wird (Wikipedia Commons).

Ein früher Kälteeinbruch hat Frankreich erfasst und das Land in winterliche Stimmung versetzt, obwohl der Herbst noch nicht ganz vorbei ist. Seit Wochenbeginn sind die Temperaturen unter dem Einfluss einer arktischen Kaltluftmasse rapide gesunken, was auf den ersten Schneefall der Saison hindeutet. Die Höchsttemperaturen erreichen kaum noch 10 Grad Celsius, im Nordosten sank das Quecksilber in einigen Gebieten sogar unter -5 Grad Celsius. Diese plötzliche Kälte beendet eine Phase, die einem Altweibersommer ähnelte und einige Tage zuvor noch beobachtet wurde. Sie ebnet den Weg für Niederschläge, die in vielen Gebieten in Schnee übergehen sollen. In diesem Zusammenhang bereitet sich ein großer Teil des Nordostens des Landes auf ein Wochenende vor, an dem sowohl in den Ebenen als auch in den Bergen Schnee erwartet wird. In 25 Départements wurde erhöhte Warnstufe Gelb ausgerufen.

Schneefall wird von Paris bis zum Zentralmassiv erwartet.

In den Bergen, insbesondere im Zentralmassiv, wird bereits am Mittwoch mit erstem Schneefall gerechnet. Dort könnte die Schneefallgrenze auf 700 Meter sinken. In den Alpen ist ab 500 Metern mit Schneefall zu rechnen, während die Pyrenäen schon in der Nacht schneebedeckt sein könnten. Weiter nördlich, in Gebieten nahe der belgischen und deutschen Grenze, ist laut Météo France ebenfalls mit Schneefall zu rechnen. Mit dem Durchzug des Wettersystems soll sich der Schneefall am Donnerstag verstärken. Besonders betroffen ist ein Gebiet von Hauts-de-France bis zur Schweizer und deutschen Grenze. Auch in der Region Paris ist Schneefall möglich, wobei je nach Temperaturentwicklung auch ein Mix aus Regen und Schnee denkbar ist. Für die Départements Île-de-France wie Paris, Yvelines, Seine-et-Marne und Essonne gelten Wetterwarnungen.

Ein Wochenende im Zeichen des Winters

Ab Freitag wird in den Bergen anhaltender Schneefall erwartet, während in weiten Teilen des Landes Schauer häufiger auftreten. Auch das Wochenende verspricht winterlich zu werden, mit Schneefällen, die von West nach Ost ziehen. Zwischen Samstagabend und Sonntag könnte ein riesiges Gebiet von Hauts-de-France bis zum südlichen Zentralmassiv in Schnee gehüllt sein, wobei die Region Paris voraussichtlich erneut betroffen sein wird. An der Küste des Ärmelkanals werden Schneeschauer erwartet, während in Süd-Aquitanien und den Pyrenäen Schnee erst oberhalb von 700 Metern fallen soll. Selbst in der Bretagne und der Normandie sind vereinzelte Schneeschauer möglich. Angesichts dieser Vorhersagen mahnt der Wetterdienst zur Vorsicht im Straßenverkehr und rät den Einwohnern, Mäntel, Handschuhe, Schals und festes Schuhwerk bereitzuhalten. Der Winter scheint dieses Jahr früh da zu sein.

Was sollten wir uns schnell merken?

Ein früher Kälteeinbruch hat Frankreich erfasst und das Land in eine winterliche Atmosphäre versetzt, obwohl der Herbst noch nicht vorbei ist.