Nur drei Tage später Netflix hat offiziell eine Vereinbarung zur Übernahme von Warner Bros. Discovery bekannt gegeben.Mit einem Wert von 83 Milliarden US-Dollar für die Vermögenswerte von Warner Bros. und die Plattform HBO Max (72 Milliarden US-Dollar ohne Schulden) hat ein neuer Akteur den Bieterwettbewerb neu entfacht. Paramount Skydance gab am Montag ein Konkurrenzangebot für die gesamte WBD-Gruppe ab, mit einer Gesamtbewertung von … 108,4 Milliarden Dollar.
Paramount Skydance verfolgt einen völlig anderen Ansatz als Netflix. Während Netflix primär Warner Bros. Studios und den Streamingdienst HBO Max übernehmen möchte, strebt Paramount Skydance die Akquisition des gesamten Konzerns inklusive seines umfangreichen Fernsehsenderportfolios an. Bevor ein Verkauf in Erwägung gezogen wurde, hatte WBD ursprünglich geplant, diese Sender, darunter CNN und Discovery, aufgrund ihres begrenzten Wachstumspotenzials im schrumpfenden US-Kabelmarkt abzuspalten.
Eine Finanzoffensive, die ausschließlich in bar abgewickelt wird
Paramount Skydance ist mit solchen Angeboten vertraut. Die Gruppe zeigte als erste Interesse an Warner Bros. Discovery und hatte bereits vor dem Angebot vom Montag mindestens fünf Vorschläge eingereicht. Trotzdem entschied sich der WBD-Vorstand letztendlich für das Angebot von Netflix, das auch dem des Kabelnetzbetreibers Comcast vorgezogen wurde.
Um diesmal zu überzeugen, behauptet Paramount Skydance, das stärkste Angebot zu haben. „Unser Angebot ist das höchste unter den vorliegenden Angeboten.“„Dies ist eine bedeutende Entwicklung“, erklärte David Ellison, CEO des Konzerns, in einem Interview mit CNBC. Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass sein Angebot – anders als das von Netflix, das eine teilweise Aktienzahlung geplant hatte – ausschließlich in bar erfolgen werde.
Paramount Skydance kann diese Summe unter anderem dank des Vermögens der Familie Ellison aufbringen. Der Patriarch, Larry Ellison, zählt laut Forbes mit einem geschätzten Vermögen von 270 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Männern der Welt. „Wir sind uns der behördlichen Genehmigung sicherer als Netflix.“David Ellison fügte hinzu.
Politischer Druck und Bedenken hinsichtlich des Wettbewerbs
Das von Netflix konzipierte Vorhaben wirft auch zunehmend politische Fragen auf. Bei einer Veranstaltung in Washington Donald Trump äußerte Bedenken hinsichtlich einer Fusion von Netflix und Warner Bros. und merkte an, dass Netflix bereits Eigentümer von Warner Bros. sei. "ein sehr großer Marktanteil"welche "Könnte ein Problem sein."
Durch einen solchen Zusammenschluss entstünde ein Gigant, der zwei der drei größten globalen kostenpflichtigen Streaming-Dienste (Amazon Prime ausgenommen) mit einem Hybridmodell vereint und insgesamt mehr als 300 Millionen Abonnenten für Netflix und 128 Millionen für HBO Max hätte.