Die Europäische Kommission erwägt die Einführung einer Steuer auf den Handel mit Krypto-Assets, um den Haushalt der Union zu finanzieren.

Die EU erwägt eine Steuer von 0,1 % auf Kryptowährungstransaktionen.
Die EU erwägt eine Steuer von 0,1 % auf Kryptowährungstransaktionen.

Die Europäische Kommission prüft einen neuen Weg zur Stärkung der EU-Einnahmen: eine Steuer auf Kryptowährungstransaktionen. Der Vorschlag sieht eine Abgabe von 0,1 % auf jeden Kauf oder Verkauf von Krypto-Assets innerhalb der Europäischen Union vor. Diese Initiative ist Teil der Suche nach zusätzlichen Finanzmitteln für den EU-Haushalt, da Brüssel seine Abhängigkeit von nationalen Beiträgen verringern möchte.

Ein geschätzter Ertrag von bis zu 4 Milliarden Euro

Die Dienststellen der Kommission schätzen die potenziellen Einnahmen aus dieser Maßnahme auf drei bis vier Milliarden Euro pro Jahr. Dieser Betrag spiegelt das Handelsvolumen der in der Europäischen Union tätigen Plattformen wider. Der gewählte Steuersatz erscheint im Vergleich zu den in einigen Mitgliedstaaten bereits geltenden traditionellen Finanztransaktionssteuern relativ moderat, die Steuerbasis bleibt jedoch angesichts des Wachstums des Krypto-Asset-Marktes in den letzten Jahren beträchtlich.

Dieser Vorschlag befindet sich vorerst noch im Diskussionsstadium. Jede Entscheidung über die Eigenmittel der Union erfordert die einstimmige Zustimmung der Mitgliedstaaten, was die Verabschiedung einer solchen Maßnahme aus politischer Sicht besonders komplex macht. Diese Problematik stellt sich vor dem Hintergrund, dass die EU kürzlich die MiCA-Verordnung verabschiedet hat, die den Kryptowährungssektor strenger regulieren soll. Dies signalisiert den wachsenden Wunsch, diesen Sektor zu regulieren, der lange Zeit außerhalb des traditionellen Finanzsystems agierte.

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