Der französische Staat hat eine Vorzugsaktie, eine sogenannte „Goldene Aktie“, an dem kürzlich von einem amerikanischen Konzern übernommenen Rüstungsunternehmen LMB Aerospace erworben. Diese Entscheidung wurde durch ein im französischen Parlament veröffentlichtes Dekret formalisiert. AmtsblattZiel ist es, die strategischen Interessen Frankreichs zu wahren.
Das Wirtschaftsministerium stellte klar, dass diese Maßnahme dem Staat die Aufsicht über bestimmte wichtige Unternehmensentscheidungen ermöglicht. Konkret bedeutet dies, dass das Ministerium Maßnahmen entgegentreten kann, die als den nationalen Interessen zuwiderlaufend gelten.
Ein Vetorecht bei bestimmten Entscheidungen
Dem Dekret zufolge erwirbt der Staat von der Holdinggesellschaft ASC3 LMB einen Anteil an LMB Aerospace zum symbolischen Betrag von einem Euro. Die Umsetzung dieses Beschlusses wurde dem staatlichen Beauftragten für Aktienbeteiligungen übertragen.
Dank dieses Mechanismus haben die französischen Behörden nun ein Vetorecht bei heiklen Entscheidungen, insbesondere im Hinblick auf den Verkauf von Vermögenswerten, den Technologietransfer oder strategische Aktivitäten, in einem Sektor, der als wesentlich für die industrielle und militärische Souveränität gilt.