Rund tausend Demonstranten versammelten sich am Samstag in Paris, um am Vorabend des vierten Jahrestages des russischen Einmarsches vom 24. Februar 2022 ihre Solidarität mit der Ukraine auszudrücken. Der Demonstrationszug prangerte die Bombenangriffe an und forderte insbesondere die Beschlagnahmung eingefrorener russischer Vermögenswerte zugunsten von Kiew.
Der Europaabgeordnete Raphaël Glucksmann ist der Ansicht, dass die französische Öffentlichkeit seit Beginn des Konflikts weiterhin große Unterstützung für die Ukraine genießt. Er merkte jedoch an, dass es innerhalb der politischen Klasse Meinungsverschiedenheiten gebe, wo einige Stimmen eine Kursänderung Frankreichs befürworten.
Zeugenaussagen und Mobilisierung der Gemeinschaft
Unter den Teilnehmern berichteten ukrainische Staatsangehörige über die Lage vor Ort. Einige erwähnten die anhaltenden Schwierigkeiten im Zusammenhang mit den Bombenangriffen, insbesondere die Strom- und Heizungsausfälle.
Auch Vertreter humanitärer Organisationen waren anwesend. Die NGO Medical Aid Ukraine erklärte, sie setze ihre Arbeit, darunter die Lieferung von Generatoren, in dem Land fort, in dem der Konflikt viele Menschenleben gefordert und erhebliche Sachschäden verursacht habe. Russland kontrolliert laut Angaben der Kiewer Behörden mittlerweile fast 20 % des ukrainischen Territoriums.