Mega-Stauseen: Neue Maßnahmen gegen Bewässerungsspeicher in Westfrankreich
Mega-Stauseen: Neue Maßnahmen gegen Bewässerungsspeicher in Westfrankreich

Zwei Mega-Stauseen in den Départements Vienne und Deux-Sèvres wurden bei Aktionen von Aktivisten, die gegen die für die landwirtschaftliche Bewässerung vorgesehenen Wasserreserven protestieren, beschädigt. Die Sabotageakte, die sich zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen ereigneten, wurden in einer Erklärung der „Vereinigung zur dauerhaften Freilegung des Poitou-Stausees“ bestätigt und von der Bewegung „Erdaufstände“ verbreitet.

Die Autoren prangern die Infrastruktur an, die sie als Symbol für intensive Landwirtschaft und die „Wasserhortung“ zugunsten einer Minderheit von Betrieben betrachten. Eines der betroffenen Stauseen gehört Berichten zufolge einem großen Agrarkonzern, der sich auf die Eierproduktion spezialisiert hat. Der Präfekt von Deux-Sèvres verurteilte diese „unerträglichen Handlungen“ und kündigte die Einleitung von Ermittlungen zur Identifizierung der Verantwortlichen an.

Die anhaltende Kontroverse um die Mega-Stauseen

Der Konflikt um die Mega-Stauseen ist in der Region Poitou seit den Auseinandersetzungen in Sainte-Soline, die zum Symbol des Kampfes um die Wasserverteilung geworden sind, besonders intensiv. Gegner werfen diesen riesigen, im Winter durch Grundwasserentnahme gespeisten Stauseen vor, ein intensives Landwirtschaftsmodell zu fördern, das dem Klimawandel nicht gewachsen ist.

Umgekehrt verteidigen Landwirte, die das Projekt unterstützen, diese Infrastrukturen als unerlässliche Lösung, um die Ernten angesichts wiederkehrender Dürren zu sichern. Trotz mehrerer Gerichtsurteile, die bestimmte Projekte ausgesetzt oder abgeschwächt haben, bleiben die Spannungen in der Region hoch, wo Demonstrationen, Aktionen des zivilen Ungehorsams und Polizeieinsätze seit Jahren zunehmen.

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