Marsch des „Komitees vom 9. Mai“: Spannungen und Verhaftungen im Herzen der Hauptstadt
Marsch des „Komitees vom 9. Mai“: Spannungen und Verhaftungen im Herzen der Hauptstadt

Am Samstag bestätigte das Pariser Verwaltungsgericht das Verbot des von der rechtsextremen Gruppe „Comité du 9-Mai“ (Komitee des 9. Mai) organisierten und in der Hauptstadt angekündigten Marsches. Auf dem Papier war die Botschaft eindeutig. Doch auf den Straßen nahm der Nachmittag eine andere Wendung: 97 Personen aus dem rechtsextremen und linksextremen Spektrum wurden festgenommen, 46 davon in Gewahrsam genommen, wie die Polizei am frühen Abend mitteilte. Die Anklagen bezogen sich auf „Teilnahme an einer Gruppe mit der Absicht, Gewalt auszuüben“ und „Führen verbotener Waffen“. Unter den beschlagnahmten Gegenständen befanden sich Teleskopschlagstöcke und Messer. Die Zahl der Festnahmen stieg im Laufe des Tages: Einem ersten Bericht zufolge befanden sich neun Personen in Gewahrsam, bevor die Zahl am Abend nach oben korrigiert wurde.

Republik, Pyramiden, Saint-Michel… eine Stadt unter Kontrolle

République, Pyramides, Saint-Michel, Montparnasse: An diesen Kreuzungen konzentrierte die Polizei ihre Kontrollen und Einsätze, sowohl als Reaktion auf das Verbot des Marsches als auch auf eine Gegendemonstration gegen Faschismus unter dem Motto „Keine Nazis in Paris“. Versammlungen wurden gemeldet und aufgelöst, während die Polizei bis in den Abend hinein im Einsatz blieb, um Zusammenstöße zwischen den Gruppen zu verhindern – jene kleine Flamme, die in Paris schnell ein ganzes Viertel in Brand setzen kann. Das Polizeipräsidium bekräftigte seine Position: „Demonstranten müssen sich sicher versammeln können, aber die Verbote müssen beachtet werden“, mit dem erklärten Ziel, „potenzielle Konfrontationen“ zu verhindern. Das „Komitee des 9. Mai“ wollte, wie in den Vorjahren, Sébastien Deyzieu, einem rechtsextremen Aktivisten, der am 9. Mai 1994 in Paris starb, gedenken. Dieses Ereignis ist nun in einer Logik der Aufrechterhaltung der Ordnung gefangen, in der jede Initiative eine Reaktion erfordert und die Hauptstadt einmal mehr gespannt auf die nächsten Entwicklungen wartet.

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