In ganz Frankreich wurden Proteste zur Verteidigung freier Parteien angekündigt.
In ganz Frankreich wurden Proteste zur Verteidigung freier Parteien angekündigt.

Gruppen der alternativen Techno-Szene rufen in rund dreißig französischen Städten zu Demonstrationen auf, um gegen mehrere Gesetzesvorhaben zu protestieren, die die Regulierung von Partys verschärfen sollen. Die Organisatoren bezeichnen die Gesetze als „freiheitszerstörend“ und werfen der Regierung vor, eine in den 1990er-Jahren entstandene Feierkultur zu kriminalisieren.

Bereits an diesem Wochenende sind Kundgebungen in Angoulême, Dijon, Montpellier, Caen und Marseille geplant, weitere Demonstrationen sind für Anfang Juni angekündigt, insbesondere in Paris. Die Organisatoren bezeichnen diese als „Manifestives“, eine Mischung aus Protest und festlicher Demonstration, um das zu verteidigen, was sie als kulturelles und musikalisches Erbe darstellen.

Im Parlament werden strengere Sanktionen diskutiert.

Der vom Senat verabschiedete Ripost-Gesetzentwurf sieht strengere Strafen für Organisatoren nicht angemeldeter Musikveranstaltungen vor. Der Text sieht für Organisatoren eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren und eine Geldstrafe von 30.000 Euro vor, auch Teilnehmer können mit Strafen belegt werden.

Unterdessen zielt ein weiterer Vorschlag von Lætitia Saint-Paul ebenfalls darauf ab, die Kriminalisierung dieser Veranstaltungen zu verschärfen. Befürworter freier Partys argumentieren, dass diese Initiativen auf einer verzerrten Darstellung dieser Zusammenkünfte beruhen, die von ihren Kritikern oft mit Ruhestörung, Drogen und Sicherheitsrisiken in Verbindung gebracht werden.

Die Gruppen hingegen fordern die Wiederaufnahme des Dialogs mit den Behörden. Anfang Mai versammelte sich in der Nähe von Bourges ein Teknival, bei dem sich bis zu 40.000 Teilnehmer mehrere Tage lang auf einem Militärgelände aufhielten – ein Beweis für die anhaltende Bedeutung dieser Gegenkultur in Frankreich.

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