Das Buch wurde am 17. Februar von Flammarion veröffentlicht. Und die Freude am Leben Gisèle Pelicots Buch avancierte schnell zu einem der größten Bucherfolge des Jahres. Der gemeinsam mit der Journalistin und Autorin Judith Perrignon verfasste autobiografische Bericht schildert Gisèle Pelicots persönliche Geschichte und die Folgen des Vergewaltigungsprozesses von Mazan, der zu einem bedeutenden juristischen Ereignis in Frankreich wurde.
In der ersten Verkaufswoche wurden in Frankreich laut Angaben der Verlagsbranche 63.574 Exemplare des Buches abgesetzt. Es stürmte sofort die nationalen Bestsellerlisten und bestätigte damit das große Interesse der Öffentlichkeit an dieser mit Spannung erwarteten Autobiografie.
Die Erstauflage umfasste rund 150.000 Exemplare, und aufgrund der hohen Nachfrage der Buchhandlungen wurden schnell mehrere Nachdrucke herausgegeben. Insgesamt wurden in Frankreich mittlerweile über 100.000 Exemplare des Buches verkauft.
Ein Erfolg, der sich im Ausland rasch ausbreitet.
Der Erfolg von Gisèle Pelicots Buch beschränkte sich nicht auf den französischen Markt. Schon in den ersten Tagen nach Erscheinen, Und die Freude am Leben hat sich in mehreren internationalen Rankings etabliert.
Das Buch wurde in Großbritannien, Deutschland, Norwegen, Schweden, Dänemark und Irland zum Bestseller. Auch in den unabhängigen Buchhandlungen in Quebec erreichte es Platz eins.
Auch in anderen wichtigen Märkten ist die Performance weiterhin sehr hoch. Gisèle Pelicots Buch belegte in Kanada den zweiten, in den Niederlanden den vierten und in den Vereinigten Staaten den sechsten Platz.
Diese internationale Reichweite ist vor allem auf die nahezu zeitgleiche Veröffentlichung in zahlreichen Ländern zurückzuführen. Das Buch wurde in über zwanzig Sprachen übersetzt und verbreitet, was das weltweite Interesse an diesem Fall verdeutlicht.
Der Vergewaltigungsfall von Mazan steht im Mittelpunkt der Geschichte.
In diesem Buch blickt Gisèle Pelicot erneut auf den Rechtsstreit zurück, der die Öffentlichkeit tief bewegte. Ihr Ex-Mann, Dominique Pelicot, wurde für schuldig befunden, seine Frau jahrelang unter Drogen gesetzt und die Vergewaltigungen durch Dutzende Männer organisiert zu haben.
Der vielbeachtete Prozess löste in Frankreich und im Ausland starke Emotionen aus. Während der Verhandlungen traf Gisèle Pelicot eine besonders bemerkenswerte Entscheidung: Sie verzichtete auf die Anonymität, die Opfern in solchen Fällen normalerweise zusteht.
Diese Entscheidung trug dazu bei, dass Gisèle Pelicot zu einer Symbolfigur im Kampf gegen sexuelle Gewalt und bei der Verteidigung der Stimmen der Opfer wurde.
„Meine Geschichte in meinen eigenen Worten erzählen“
Tanz Und die Freude am LebenGisèle Pelicot erklärt ihren Wunsch, die Kontrolle über ihre Erzählung zurückzugewinnen und eine Botschaft des Wiederaufbaus zu vermitteln. Sie schreibt, dass sie ihre Geschichte erzählen möchte. „In meinen eigenen Worten.“
Sie erklärte außerdem, sie hoffe, dass Menschen, die ähnliche Gewalt erfahren, … "Empfinde niemals Scham."
Das Buch behandelt somit die Fakten, den Prozess und den persönlichen Weg, der auf diese Tortur folgte.
Ein redaktionelles Phänomen, aber auch ein gesellschaftliches.
Der Erfolg von Gisèle Pelicots Buch ist Teil eines breiteren Kontextes wachsender Sensibilisierung für sexuelle Gewalt und der Bedeutung, die den Stimmen der Opfer beigemessen wird.
Für viele Beobachter der Verlagswelt sind das Verkaufsvolumen und das internationale Interesse an Und die Freude am Leben veranschaulichen Sie die nachhaltigen Auswirkungen des Vergewaltigungsfalls von Mazan auf die öffentliche Meinung.
Abgesehen von den Verkaufszahlen erscheint Gisèle Pelicots Zeugnis bereits jetzt als einer der eindrücklichsten Berichte der letzten Jahre über sexuelle Gewalt, Widerstandsfähigkeit und die Rehabilitierung der Opfer.