Drei Jahre nach der Kontroverse um *Le Retour de Lagaffe* meldet sich Dupuis mit einem neuen Abenteuer zurück. *Des boum et des paf*, das 23. Album mit dem berühmten Tollpatsch, erscheint am 21. Oktober 2026. Der quebecer Comiczeichner Delaf – mit bürgerlichem Namen Marc Delafontaine – kehrt ans Zeichenbrett zurück, diesmal mit einem Drehbuch, das er gemeinsam mit Lewis Trondheim verfasst hat, Mitbegründer von L'Association und Schöpfer der Serien *Donjon* und *Lapinot*, einer in der Comicwelt hoch angesehenen Persönlichkeit. Das Buch soll in einer Auflage von einer Million Exemplaren erscheinen – ein Beweis für das Vertrauen des Verlags nach dem unerwarteten Erfolg der Veröffentlichung von 2023.
Ein kommerzieller Erfolg trotz der Kontroverse, eine anerkannte Tradition
Das erste Album ohne Franquin löste eine Welle der Kritik aus: André Franquin, der 1997 starb, hatte sich zu Lebzeiten geweigert, dass Gaston unter der Feder eines anderen weiterleben dürfe. Seine Tochter Isabelle Franquin hatte versucht, die Veröffentlichung zu verhindern, bevor sie einem Schiedsspruch nachgab und sich dabei auf den „unmissverständlichen Willen“ ihres Vaters berief. Der Kontroverse überdrüssig und in Anerkennung der großen Werktreue des Albums, gab sie schließlich nach. Das Ergebnis: eine halbe Million verkaufte Exemplare in drei Monaten, trotz – oder vielleicht gerade wegen – der Kontroverse. Für diesen neuen Band enthüllt Trondheim in der Pressemitteilung von Dupuis, dass er 75 Gags geschrieben hat, aus denen er und Delaf „Des boum et des paf“ auswählten. „Als Kind habe ich Gaston tausendmal gelesen“, fügt er hinzu. Delaf seinerseits fasst seinen Ansatz klar zusammen: „Mein Ziel ist es nicht, Franquin perfekt zu imitieren. Das könnte ich gar nicht.“ „Meine persönliche Devise ist es, in seinem Geiste zu bleiben.“ Die ersten Seiten des Albums erschienen diese Woche im Journal de Spirou, und ein Gaston-Stand war auf dem Pariser Buchfestival im Grand Palais vertreten.
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