Während der Inhaftierung der LFI-Europaabgeordneten Rima Hassan drangen Verfahrensdetails in erstaunlich kurzer Zeit an die Presse durch. Und laut Informationen von Angekettete EnteEin Name steht nun im Zentrum der Verdächtigungen: der von Sacha Straub-Kahn, Sprecherin des Justizministeriums.
Ein Polizeigewahrsam, der fast minutengenau geschildert wurde.
Am 2. April, nur wenige Stunden nachdem Rima Hassan auf der Polizeiwache eingetroffen war, Le Parisien Seine Verhaftung wegen Duldung von Terrorismus war bereits bekannt geworden. Schnell folgten weitere Details: Durchsuchungen, gefundene Produkte, die mutmaßliche Art der Substanzen, Mengen und mögliche Anklagepunkte. Das Gerichtsverfahren entwickelte sich zu einem beinahe live übertragenen Medienspektakel.
Die Pariser Staatsanwaltschaft selbst räumte schließlich das Ausmaß des Problems ein. Bereits am nächsten Tag leitete sie ein Ermittlungsverfahren wegen Verletzung der Vertraulichkeit von Ermittlungsakten ein, das sich ausdrücklich gegen [Name der Person] richtete. "Zeitlichkeit" et „der Grad der Präzision“ Informationen, die während der polizeilichen Inhaftierung vor jeglicher rechtlichen Offenlegung veröffentlicht wurden. Anders ausgedrückt: Selbst für die Staatsanwaltschaft sind diese Indiskretionen keine bloßen Gerüchte.
Details, die zu präzise sind, um von außen zu stammen.
Hier wird der Fall peinlich. Informationslecks während Polizeigewahrsam sind nicht ungewöhnlich. Doch hier kursierten detaillierte Verfahrensabläufe, die nur einem sehr begrenzten Kreis bekannt waren: Ermittlern, der Polizeiführung, der Staatsanwaltschaft und möglicherweise einigen institutionellen Kontakten, die in Echtzeit informiert wurden.
Kurz gesagt, die plausibelste Quelle ist weder ein externer Beobachter noch jemand aus dem Umfeld des Europaabgeordneten. Die Quelle ist intern. Die Frage ist daher, auf welcher Ebene innerhalb der Polizei und der Justiz dies orchestriert wurde.
Die Ente die Kanzleipunkte
Nach Angaben von Angekettete Ente, Dies ist Sacha Straub-Kahn, ein Sprecher des Justizministeriums, der während der Anhörung von Rima Hassan mit mehreren Journalisten sprach und mit ihnen über den genauen Inhalt dieser Untersuchungshaft diskutierte.
Wenn diese Version zutrifft, nimmt der Fall eine neue Dimension an. Es ginge dann um Mitteilungen, die direkt vom Justizministerium ausgehen, also von der Spitze der institutionellen Hierarchie, die eigentlich für Zurückhaltung sorgen und nicht die mediale Berichterstattung in Echtzeit befeuern soll.
Eine politische und zugleich juristische Flucht
Genau das macht den Vorfall so heikel. Denn die Inhaftierung einer so prominenten Persönlichkeit wie Rima Hassan musste zwangsläufig unmittelbare politische Konsequenzen nach sich ziehen. Indem die Justiz im Laufe des Tages bruchstückhafte, aber dramatische Details veröffentlichte, erweckte sie den Eindruck, eine vorgefertigte Geschichte zu konstruieren, noch bevor das Verfahren abgeschlossen war.
Das Problem ist nicht nur die Vertraulichkeit der Ermittlungen, sondern auch deren öffentliche Nutzung. Wenn belastende Informationen vor jeglicher offizieller Kommunikation, vor Gegenargumenten und sogar vor der Aussage des Betroffenen an die Öffentlichkeit gelangen, verliert die Justiz ihren geschützten Rahmen. Sie wird zur Bühne für PR-Aktionen.
Die eigentliche Frage lautet nun: Wer sprach in wessen Namen?
Die Untersuchung der Indiskretionen muss daher eine einfache Frage beantworten: Wer hat gesprochen und unter welcher Tarnung? Ein einzelner Ermittler? Ein hochrangiger Beamter? Ein Verbindungsmann in der Staatsanwaltschaft? Oder, wie vorgeschlagen? Die angekettete EnteSteht der Sprecher des Justizministeriums in direktem Kontakt mit Journalisten?
In diesem Fall geht es nicht mehr nur um Rima Hassans Inhaftierung. Der Skandal besteht darin, dass die Berichterstattung darüber beinahe live aus der Institution selbst erfolgte. Und sollte die Indiskretion tatsächlich das Justizministerium erreicht haben, handelt es sich nicht mehr um eine bloße Indiskretion, sondern um eine bewusste Taktik. Unabhängig davon, ob man Rima Hassan unterstützt oder ablehnt, ist dies eine äußerst ernste Angelegenheit.