Éric Ciotti erstattet Anzeige gegen Minister Philippe Tabarot wegen angeblicher Drohungen.
Éric Ciotti erstattet Anzeige gegen Minister Philippe Tabarot wegen angeblicher Drohungen.

Der Konflikt zwischen dem Bürgermeister von Nizza, Éric Ciotti, und dem Verkehrsminister Philippe Tabarot hat sich verschärft. Der Bürgermeister von Nizza gab am Mittwoch bekannt, dass er beim Gerichtshof der Republik Beschwerde eingereicht habe. Er behauptet, am Sonntag am Rande eines offiziellen Besuchs während eines Wortwechsels von dem Regierungsbeamten mit dem Tod bedroht worden zu sein.

Laut Éric Ciotti ereignete sich der Vorfall angeblich in Nizza während der Eröffnung der Messe Bharat Innovates in Anwesenheit des Präsidenten. Emmanuel Macron und dem indischen Premierminister Narendra Modi. Der Bürgermeister behauptet, Philippe Tabarot habe ihn beleidigt, bevor er Äußerungen machte, die er als bedrohlich empfindet. Diese Darstellung des Vorfalls wird von Modis Umfeld bestritten.

Ein Fall, der in politischen Rivalitäten wurzelt

Philippe Tabarots Umfeld beteuert, es habe sich um einen privaten Wortwechsel gehandelt, der nach einer weiteren Provokation durch Éric Ciotti stattgefunden habe. Laut dieser Darstellung habe der Bürgermeister von Nizza selbst seinen Wunsch geäußert, den Minister politisch von der lokalen und nationalen Bühne zu entfernen. In einem Brief an Premierminister Sébastien Lecornu forderte Éric Ciotti den Rücktritt des Verkehrsministers. Er ist der Ansicht, dass die kolportierten Äußerungen mit der Ausübung von Regierungsfunktionen unvereinbar seien und fordert Sanktionen.

Diese Kontroverse entbrennt inmitten hoher politischer Spannungen in der Region Alpes-Maritimes. Philippe Tabarot, ehemaliger Senator des Départements, könnte versucht sein, bei den anstehenden Senatswahlen erneut zu kandidieren. Sein Gegenkandidat ist Éric Ciotti, der den Einfluss seiner Partei, der UDR, in einem Département festigen will, das sich zu einem wichtigen Schlachtfeld zwischen der traditionellen Rechten und ihren neuen Fraktionen entwickelt hat. Der Gerichtshof der Republik muss nun die Zulässigkeit der von der Bürgermeisterin von Nizza eingereichten Beschwerde prüfen. Bislang wurde kein Gerichtsverfahren gegen den Minister eingeleitet.

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