Danièle Lamy, Präsidentin des Verbandes der Angehörigen der Opfer des Flugzeugabsturzes von Rio-Paris, richtete einen offenen Brief an den Präsidenten. Emmanuel MacronSie bittet ihn um Intervention, um zu verhindern, dass Airbus und Air France nach ihrer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung am 21. Mai Berufung beim Kassationsgericht einlegen. Da der französische Staat Hauptaktionär beider Konzerne ist, hoffen die Familien der 228 Opfer des Flugzeugunglücks vom 1. Juni 2009 auf politischen Druck, um den fünfzehnjährigen Rechtsstreit zu beenden.
Der Staat wurde als Anteilseigner kontaktiert.
Die beiden Unternehmen wurden wegen fahrlässiger Tötung im Zusammenhang mit dem Flugzeugunglück, bei dem alle Insassen des Airbus A330 auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris ums Leben kamen, für schuldig befunden. Die Aussicht auf weitere Gerichtsverfahren wird von den Hinterbliebenen als zusätzliche Belastung empfunden. Sie erwarten, dass die Regierung ihren Einfluss in den Aufsichtsräten geltend macht, um eine unnötige Verlängerung der Prozesse zu verhindern.
Fünfzehn Jahre Rechtsstreitigkeiten
Diese Aktion verdeutlicht die anhaltende Frustration der Familie und Freunde über das außergewöhnlich langwierige Gerichtsverfahren. Trotz des nach jahrelangem Kampf ergangenen wegweisenden Urteils droht die Berufung vor dem Kassationsgerichtshof den endgültigen Ausgang des Falls weiter zu verzögern. Der Appell an Emmanuel Macron spiegelt die Hoffnung auf ein starkes politisches Zeichen in dieser Tragödie wider, die zu den schwersten Flugzeugunglücken in der französischen Geschichte zählt.
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