Die gerichtliche Untersuchung der Wahlkampffinanzen von Jean-Luc Mélenchon während der Präsidentschaftswahl 2017 ist nun abgeschlossen. Die 2018 nach Berichten der Nationalen Kommission für Wahlkampfkonten und von Tracfin eingeleitete Untersuchung führte zu mehrjährigen Ermittlungen und vier Anklagen.
Im Zentrum des Falls steht das Kommunikationsunternehmen Mediascop unter der Leitung von Sophia Chikirou. Die Gerichte vermuten, dass das Unternehmen während des Präsidentschaftswahlkampfs bestimmte Leistungen überhöhte Rechnungen gestellt hat. Da diese Kosten teilweise vom Staat erstattet wurden, prüfen die Ermittler den Verdacht des Betrugs mit öffentlichen Geldern.
Vier Anklagen und eine Entscheidung stehen noch aus.
Zu den Angeklagten gehören Sophia Chikirou und der Abgeordnete Bastien Lachaud. Die Ermittlungen richteten sich auch gegen den Verein L'Ère du peuple und den Finanzverantwortlichen der Kampagne. Die im Oktober 2018 durchgeführten Razzien im Hauptquartier von La France insoumise und in den Wohnungen mehrerer führender Mitglieder der Bewegung lösten eine heftige politische Kontroverse aus.
Nach Abschluss der Ermittlungen muss die Staatsanwaltschaft ihre Empfehlungen vorlegen, bevor der Untersuchungsrichter über die Weiterleitung des Falls an ein Strafgericht entscheidet. Die Zeitung „La France Insoumise“ argumentiert ihrerseits gegen eine Anklageerhebung und betont, dass Jean-Luc Mélenchon und Manuel Bompard in diesem Fall nie formell angeklagt wurden. Sie bestreitet die Vorwürfe der überhöhten Rechnungsstellung.
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