Dati-Affäre: Engie-Büros im Rahmen einer Korruptionsermittlung durchsucht
Dati-Affäre: Engie-Büros im Rahmen einer Korruptionsermittlung durchsucht

Im Rahmen einer gerichtlichen Untersuchung gegen Rachida Dati wurden Durchsuchungen in den Büros von Engie (ehemals GDF Suez) durchgeführt. Die Nationale Finanzstaatsanwaltschaft (PNF) ermittelt wegen des Verdachts der Korruption, der Einflussnahme und der Veruntreuung öffentlicher Gelder im Zusammenhang mit Gehältern, die die ehemalige Ministerin mutmaßlich während ihrer Zeit als Mitglied des Europäischen Parlaments bezogen hat.

Diese Ermittlungen sind Teil eines Verfahrens, das nach einer Meldung von Tracfin eingeleitet wurde. Sie konzentrieren sich insbesondere auf mutmaßliche Interessenkonflikte mit ausländischen Akteuren sowie auf Honorarzahlungen für den Zeitraum 2010-2011, die Rachida Dati entschieden bestreitet.

Eine vielschichtige gerichtliche Untersuchung

Die im Oktober eingeleiteten Ermittlungen führten zur Einsetzung zweier Untersuchungsrichter und zu mehreren Einsätzen, darunter Durchsuchungen Ende 2025 im Haus des gewählten Beamten und im Rathaus des 7. Arrondissements von Paris. Die Ermittler werten nun die gesammelten Daten aus, um mögliche Straftaten festzustellen.

Rachida Dati ist derweil in einem separaten Fall verwickelt, in dem es um den Vorwurf illegaler Lobbyarbeit für Renault und dessen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Carlos Ghosn geht. Sie soll im September wegen passiver Korruption und Einflussnahme vor Gericht stehen; auch diese Vorwürfe bestreitet sie.

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