Pokémon Pokopia, das am 5. März für Nintendo Switch 2 erschien, etablierte sich schnell als eines der meistdiskutierten Videospiele der Gegenwart. Dieser Ableger der berühmten Spielereihe bietet ein völlig anderes Spielerlebnis als die klassischen Teile: Hier gibt es keine Kämpfe oder das Fangen von Pokémon, sondern ein Universum, in dem es um Bauen, Erkunden und die Zusammenarbeit mit den ikonischen Kreaturen der Serie geht.
Laut Corentin Bémol auf franceinfo schlüpft man in die Rolle von Ditto, dem Pokémon, das sich verwandeln kann und dabei das Aussehen seines ehemaligen Trainers annimmt. Die Aufgabe des Spielers besteht darin, eine verlassene Insel wiederzubeleben, indem er geeignete Lebensräume für die dort anzutreffenden Pokémon schafft. Im Laufe des Abenteuers muss man die Landschaft formen, Gegenstände herstellen und neue Gefährten willkommen heißen, um ein blühendes Ökosystem wiederaufzubauen.
Ein Spiel, das Aufbau und Abenteuer vereint.
Die Spielmechanik ähnelt der von Animal Crossing oder Minecraft. Spieler können das Gelände verändern, Flüsse anlegen, Häuser bauen und sogar Möbel herstellen, um verschiedene Pokémon-Arten anzulocken. Jedes Pokémon hat seine eigenen Bedürfnisse: Ein Karpador beispielsweise benötigt einen bestimmten Lebensraum in Wassernähe, um sich anzusiedeln.
Laut franceinfo ist dieser eher „gemütliche“ Ansatz eine der größten Stärken des Spiels. Das Abenteuer schreitet bewusst langsam voran: Manche Bauwerke können erst am nächsten Tag in der realen Welt fertiggestellt werden, wodurch verhindert wird, dass die Spieler das Spiel im Eiltempo durchspielen.
Ein unerwarteter Kritikererfolg
Die ersten Kritiken der Fachpresse fallen besonders positiv aus. Das Spiel erhielt unter anderem 18/20 Punkte auf Jeuxvideo.com, 9/10 Punkte auf IGN und 10/10 Punkte auf VGC und zählt damit zu den am besten bewerteten Pokémon-Titeln der Reihe.
Kritiker loben insbesondere die den Spielern eingeräumte Freiheit, die entspannte Erkundung und die sich allmählich entfaltende narrative Dimension: Jenseits des Wiederaufbaus der Insel thematisiert die Geschichte auch das mysteriöse Verschwinden von Menschen und die Spuren einer alten Welt.
Ein Preis, der ebenfalls für Diskussionen sorgt.
Während das Spiel für Begeisterung sorgt, gibt sein Preis Anlass zu Diskussionen. Pokémon Pokopia wurde zum Verkaufsstart für rund 70 Euro angeboten und folgt damit der üblichen Strategie von Nintendo und The Pokémon Company, die für ihre großen Franchises in der Regel hohe Preise verlangen.
Durch gelegentliche Sonderangebote kann das Spiel günstiger werden. Händler wie Amazon bieten es beispielsweise für 59,99 € an.
Trotz der Diskussionen um den Preis scheint Pokémon Pokopia seine Anhänger gefunden zu haben. Es vereint Aufbau-Gameplay, Abenteuer und eine entspannende Atmosphäre und bietet so eine neue Perspektive auf das Pokémon-Universum – eine Abkehr von den traditionellen, kampforientierten Teilen.