Olympische Spiele – Quentin Fillon Maillet, Olympiasieger im Biathlon (Sprint)
Olympische Spiele – Quentin Fillon Maillet, Olympiasieger im Biathlon (Sprint)

Am vergangenen Freitag schrieb Quentin Fillon Maillet erneut Geschichte im französischen Biathlon. Auf der Bahn in Antholz-Anterselva, Italien, gewann der 33-Jährige aus der Jura-Region den olympischen Sprint der Männer und sicherte sich damit seinen vierten Olympiatitel. Insgesamt hat er nun sieben Medaillen bei Winterspielen gewonnen. Nachdem er bereits 2022 in Peking fünf Medaillen, darunter zwei Goldmedaillen, errungen hatte, bestätigt Quentin Fillon Maillet seinen Status als Weltklasseathlet.

Im 10-Kilometer-Sprint zeigte der Franzose eine überzeugende Leistung, die Schnelligkeit und absolute Treffsicherheit vereinte. Mit der perfekten Punktzahl von 10/10 im Gewehrschießen machte er seine Konstanz zu einem entscheidenden Vorteil. Seine Zeit von 22 Minuten und 53,01 Sekunden reichte für den Sieg vor dem Norweger Vetle Sjaastad Christiansen, der mit 13,07 Sekunden Rückstand Zweiter wurde, und seinem Landsmann Sturla Holm Laegreid, dem Bronzemedaillengewinner, der 15,09 Sekunden zurücklag.

Ein perfekter Biathlon, um alle Zweifel auszuräumen.

Im vorangegangenen Einzelwettbewerb hatte Quentin Fillon Maillet trotz einer beeindruckenden Leistung auf Skiern seine Chance mit vier Strafpunkten im Schießen verpasst. (Spitzname: „) die Morbac » Trotz seiner Hartnäckigkeit zeigte er in der Mixed Zone dennoch Selbstvertrauen und war überzeugt, dass er die nötigen Mittel besaß, um zurückzuschlagen.

Der Sprint in Anterselva gab ihm Recht. Mit seiner soliden Leistung im Liegendschießen, das lange als seine Schwäche galt, gab er an jedem Zwischenkontrollpunkt grünes Licht. Quentin Fillon Maillet, der zweite Franzose nach Fabien Claude, der wegen fünf Fehlschüssen mit einer Strafe an den Start ging, übernahm dank eines konstanten Tempos schnell die Führung. Sein kraftvoller Endspurt sicherte ihm erneut einen von Anfang bis Ende kontrollierten Sieg.

Emilien Jacquelin verpasst das Podium um zwei Zehntelsekunden.

Emilien Jacquelin hatte seinerseits lange die Chance auf einen französischen Doppelsieg. Der Biathlet aus Isère zeigte auch im Schießen eine perfekte Leistung und bestätigte damit seine Fortschritte mit dem Gewehr. Jacquelin legte einen Blitzstart hin und übernahm nach der ersten Schießrunde die Führung, bevor er die zweite Runde in blitzschnellen 16,08 Sekunden absolvierte. Anschließend ging er mit einem Vorsprung von 6,03 Sekunden auf Quentin Fillon Maillet in die Schlussrunde.

Doch das Rennen endete für ihn fatal. Emilien Jacquelin, der auf dem letzten Streckenabschnitt körperlich nicht mehr in Bestform war, verlor auf den letzten paar hundert Metern an Boden. Er belegte schließlich den vierten Platz, nur zwei Zehntelsekunden hinter Sturla Holm Laegreid. Ein hauchdünner Rückstand, der ihm unweigerlich Sorgen bereitet, zumal Vetle Sjaastad Christiansen sich in den letzten Augenblicken die Silbermedaille sicherte.

Quentin Fillon Maillet reiht sich in die Legende des französischen Biathlons ein.

Mit seinem vierten Olympiatitel und seiner siebten Medaille bei Winterspielen reiht sich Quentin Fillon Maillet in die Riege der französischen Biathlon-Legenden ein. Seine Leistung in Anterselva bringt ihn dem Standard von Martin Fourcade, dem unbestrittenen französischen Meister, näher. Der 33-Jährige aus der Franche-Comté beweist, dass er nach wie vor zu den komplettesten Biathleten der internationalen Szene zählt und in großen Wettkämpfen Präzision, Kraft und strategisches Denken vereint.