Der Präsident der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyensagte am Donnerstag, die Europäische Union müsse den Abschluss von Handelsabkommen mit neuen Partnern, insbesondere mit Indien, beschleunigen, um angesichts steigender US-Zölle ihre Abhängigkeit von den USA zu verringern.
„Wir wollen noch in diesem Jahr ein Abkommen mit Indien abschließen“, sagte die europäische Regierungschefin auf einer Konferenz mit deutschen Wirtschaftsführern. Sie fügte hinzu, dass der indische Premierminister Narendra Modi hatte seine Zusage hierzu bereits am Vortag in einem Telefonat bekräftigt.
Von der Leyen fügte hinzu, die EU führe auch Gespräche mit anderen strategischen Partnern, darunter Südafrika, Malaysia und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ziel sei es, die Handelsbeziehungen der EU zu diversifizieren und den protektionistischen Druck aus Washington zu begrenzen.
Diese Aussagen fallen in einen Kontext transatlantischer Handelsspannungen. Die US-Regierung hat die Zölle auf bestimmte europäische Produkte erhöht, was Brüssel dazu veranlasst, neue Märkte zu erschließen. Für die Kommission könnten diese künftigen Abkommen nicht nur die europäische Wettbewerbsfähigkeit stärken, sondern auch ihre Rolle auf der globalen Wirtschaftsbühne festigen.