Der sozialistische Bürgermeister von Saint-Étienne, Régis Juanico, kündigte die Absicht der Gemeinde an, eine neue Städtepartnerschaft mit einer palästinensischen Gemeinde einzugehen und damit die seit 1974 bestehende Partnerschaft mit Nof HaGalil in Israel zu beenden. Diese Entscheidung ist Teil einer Neuausrichtung der internationalen Kooperationspolitik der Stadt.
In einer Stellungnahme erklärt das Gemeindeteam, dass es seine Maßnahmen „unter die Schirmherrschaft des Völkerrechts und der menschlichen Solidarität“ stellen wolle. Es äußert zudem seine Besorgnis über die Situation in den palästinensischen Gebieten und bekräftigt gleichzeitig sein Engagement für die Achtung der Grundrechte und den Frieden.
Ein Bruch mit einer historischen Partnerschaft
Die Stadtverwaltung betont, dass der Austausch mit Nof HaGalil bereits eingestellt worden sei und spricht von einer „faktischen Aussetzung“ der Zusammenarbeit. Die nordisraelische Stadt, die in den 1950er Jahren in der Nähe von Nazareth gegründet wurde, war zuvor von einigen lokalen Politikern kritisiert worden, die ihre politische Ausrichtung anprangerten.
Die Ankündigung erfolgt inmitten lokaler Mobilisierungen, am Vorabend einer Demonstration, die insbesondere von pro-palästinensischen Aktivisten organisiert wird, die ein Ende des Partnerschaftsabkommens mit der israelischen Gemeinde fordern. Eine weitere Kundgebung ist während der nächsten Stadtratssitzung geplant, in der das Thema voraussichtlich öffentlich diskutiert werden soll.
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