Der südkoreanische Präsident Lee bittet Xi Jinping um Unterstützung bei der Wiederbelebung des Dialogs mit Nordkorea.
Der südkoreanische Präsident Lee bittet Xi Jinping um Unterstützung bei der Wiederbelebung des Dialogs mit Nordkorea.

Am Rande des Gipfeltreffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Gyeongju fragte der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung den chinesischen Staatschef Xi Jinping um zu intervenieren und die Wiederaufnahme des derzeit zum Erliegen gekommenen Dialogs zwischen Seoul und Pjöngjang zu ermöglichen.

Dieses Treffen markiert Xi Jinpings ersten Besuch in Südkorea seit elf Jahren. Laut offiziellen Medien betonte Lee die Notwendigkeit, „neue Kommunikationskanäle“ mit Nordkorea zu öffnen, um eine Eskalation der militärischen Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu verhindern.

Xi seinerseits bekräftigte Pekings Position, die sich für regionale Stabilität und eine friedliche Beilegung von Streitigkeiten ausspricht, und rief gleichzeitig zu einem Ausgleich der Interessen aller Parteien auf.

Diese Gespräche finden vor dem Hintergrund diplomatischer Spannungen statt: Pjöngjang hat jüngst mehrere Dialogvorschläge Seouls abgelehnt und bevorzugt stattdessen die Stärkung der Beziehungen zu Russland und China. Gleichzeitig sieht sich Südkorea, ein Verbündeter der USA, mit zunehmenden antichinesischen Protesten konfrontiert, die durch das Misstrauen eines Teils der Bevölkerung gegenüber dem wachsenden Einfluss Pekings angeheizt werden.

Für Seoul stellt die Unterstützung von Xi Jinping eine entscheidende Chance dar, den Friedensprozess wiederzubeleben, der seit dem Scheitern der jüngsten multilateralen Verhandlungen über die Denuklearisierung ausgesetzt ist.

Was sollten wir uns schnell merken?

Am Rande des Gipfeltreffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Gyeongju fragte der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung den chinesischen Staatschef Xi Jinping.