Der kanadische Premierminister Mark Carney wird einen offiziellen Besuch abstatten bei China Nächste Woche, wie ein Sprecher seines Büros am Mittwoch mitteilte, soll der Besuch stattfinden. Es handelt sich dabei um den ersten Besuch eines kanadischen Regierungschefs in Peking seit mehreren Jahren, inmitten der seit Langem angespannten bilateralen Beziehungen.
Laut derselben Quelle zielt der Besuch darauf ab, den politischen und wirtschaftlichen Dialog zwischen Ottawa und Peking wiederzubeleben. Die Gespräche werden sich voraussichtlich auf Handel, Energie, Landwirtschaft und internationale Fragen konzentrieren, da Kanada seine Wirtschaftspartnerschaften über seinen wichtigsten Verbündeten, die Vereinigten Staaten, hinaus diversifizieren möchte.
Mark Carney muss insbesondere hochrangige chinesische Führungskräfte treffen, darunter den Präsidenten. Xi JinpingZiel ist es, Wege zur Stabilisierung und, wenn möglich, zur Verbesserung der in den letzten Jahren von mehreren Streitigkeiten geprägten Beziehungen zu prüfen. Die beiden Länder unterhalten bedeutende Handelsbeziehungen, die jedoch durch politische Spannungen und gegenseitige Vergeltungsmaßnahmen beeinträchtigt wurden.
Die Beziehungen zwischen Kanada und China verschlechterten sich Ende der 2010er-Jahre deutlich, insbesondere nach der Verhaftung eines Managers eines chinesischen Technologieunternehmens in Kanada und der darauffolgenden Inhaftierung kanadischer Staatsbürger in China. Seither haben Handelsstreitigkeiten, vor allem im Agrar- und Industriesektor, die Spannungen weiter verschärft.
Die Reise des Premierministers wird von der kanadischen Wirtschaft und Landwirtschaft mit großem Interesse verfolgt. Man erhofft sich einen besseren Zugang zum chinesischen Markt und einen Abbau von Handelshemmnissen. Ottawa hat jedoch noch nicht bekannt gegeben, ob im Anschluss an den Besuch konkrete Abkommen verkündet werden.
Diese diplomatische Initiative ist Teil eines umfassenderen Kontextes, in dem mehrere westliche Länder versuchen, ihre Beziehungen zu Peking neu zu bewerten und die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Umgang mit anhaltenden strategischen Meinungsverschiedenheiten in Einklang zu bringen.