Die Verhaftung Maduros durch die Vereinigten Staaten löst eine juristische Kontroverse bei den Vereinten Nationen aus.
Die Verhaftung Maduros durch die Vereinigten Staaten löst eine juristische Kontroverse bei den Vereinten Nationen aus.

Die Rechtmäßigkeit der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro Die US-Maßnahme wird am Montag bei den Vereinten Nationen debattiert, inmitten erhöhter diplomatischer Spannungen, aber ohne unmittelbare Aussicht auf eine formelle Verurteilung seitens Washingtons. Trotz Kritik aus mehreren Ländern wird von den US-Verbündeten erwartet, dass sie sich während der Diskussionen zurückhaltend verhalten.

Le UN SicherheitsratDie 15 Mitgliedstaaten der internationalen Gemeinschaft werden sich nach dem Einsatz von US-Spezialkräften in Venezuela am Samstag treffen. Der Einsatz verursachte Stromausfälle in Teilen von Caracas, beschädigte militärische Anlagen und forderte nach Angaben venezolanischer Behörden Opfer. Nicolás Maduro befindet sich seitdem in New York in Haft und soll sich dort wegen Drogenhandels vor einem US-Gericht verantworten.

Russland, China und andere mit Caracas verbündete Staaten werfen den Vereinigten Staaten vor, mit dieser Militärintervention auf dem Territorium eines souveränen Staates gegen internationales Recht verstoßen zu haben. Washington hingegen beharrt darauf, in Selbstverteidigung gehandelt zu haben und beruft sich auf Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen. Vereinte Nationen um sein Handeln zu rechtfertigen.

Rechtsexperten befürchten jedoch, dass die amerikanische Operation gegen internationales Recht verstoßen könnte, da weder ein ausdrückliches Mandat des Sicherheitsrates noch die Zustimmung der venezolanischen Behörden vorlag. Die Frage der Souveränität und des Einsatzes von Gewalt dürfte daher die diplomatischen Gespräche in New York dominieren.

Trotz dieser Kritikpunkte ist es unwahrscheinlich, dass der Sicherheitsrat eine verbindliche Position gegen die USADas Vetorecht Washingtons schränkt jegliche Möglichkeit einer Resolution zur Verhängung von Sanktionen oder einer formellen Verurteilung ein.

Laut Richard Gowan, Direktor für globale Angelegenheiten und Institutionen bei derInternationale KrisengruppeDie zurückhaltenden Reaktionen europäischer Staats- und Regierungschefs deuten auf eine ambivalente Haltung der amerikanischen Verbündeten hin. „Angesichts der bisherigen Reaktionen europäischer Staats- und Regierungschefs vermute ich, dass die US-Verbündeten im Sicherheitsrat eine erhebliche Ambivalenz an den Tag legen werden“, sagte er und unterstrich damit die politische Komplexität dieses Themas.